F1 2017: Adrian Newey bei Red Bull Racing stärker involviert

Adrian Newey hat sein Engagement bei Red Bull Racing in den vergangenen Wochen intensiviert, um dem Team aus seiner Talfahrt zu helfen. Er fungiert als eine Art Doktor, der herausfinden soll, welche Schwierigkeiten der RB13 bereitet.

Von Red Bull Racing wurde in diesem Jahr erwartet, der engste Verfolger von Mercedes zu sein. Da die Daten aus dem Windtunnel nicht mit der Realität korrelieren und das Aerodynamik-Konzept nicht genügend Abtrieb erzeugt, musste der Rennstall seine Erwartungen anpassen.

Beim Grand Prix von Spanien ist das Team mit vielen neuen Updates aufgefahren. Es schien, als hätte der Rennstall den Abstand zur Spitze damit etwas verkürzen können. Vor allem im Qualifying war Red Bull Racing wettbewerbsfähiger. Trotzdem muss sich das Team noch weiterentwickeln.

Laut Christian Horner würde Newey dabei eine wichtige Rolle spielen. Nachdem die Situation des Teams nach den Vorsaisontests klar war, hat der Stardesigner seinen Einsatz für den Rennstall erhöht.

Über die Anwesenheit von Newey in Spanien sagte Horner: "Er hat genau zugehört, was die Fahrer gesagt haben. Seine Rolle ist die eines Doktors."

"Er hat sich reingehängt, um das Feedback der Fahrer auszuwerten. Er wird sicher einen großen Teil dazu beitragen, das Paket weiterzuentwickeln."

"Über den Winter war er zu rund 50 Prozent an der Entwicklung des Fahrzeugs beteiligt. Seit Barcelona ist er deutlich mehr eingebunden. Das wird auch in Zukunft weiterhin der Fall sein."

Da seine Arbeit an der Entwicklung des Aston-Martin-Hypercars nicht mehr so intensiv gebraucht wird, hat Newey auch deutlich mehr Zeit, um sich an dem Formel-1-Projekt zu beteiligen.

"Er hat seine Aufgaben dort nicht völlig niedergelegt. Aber aufgrund des Entwicklungsprozesses, ist seine Arbeit soweit beendet."

"Jetzt geht es um das Design. Es gibt andere Dinge, die er sich in diesem Jahr noch anschauen wird, aber jetzt wird er sich hauptsächlich auf die Formel 1 fokussieren."

Neweys intensiveres Engagement am RB13 ist auch deshalb interessant, weil er in der Vergangenheit gesagt hatte, er wolle nicht mehr Vollzeit in der Formel 1 arbeiten. Aufgrund der Situation ist er trotzdem ein wichtiger Teil des Projekts.

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"Er war offensichtlich immer involviert", fügte Horner hinzu. "Er war in den wöchentlichen Treffen immer dabei. Er hat sich in der Konzeption und Entwicklung des Fahrzeugs eingebracht. Die Design-Gruppe passt sich dafür auch an die einzigartige Arbeitsweise von Adrian angepasst."

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