Formel 1: Auspuffmikrofon soll Sound im TV verbessern

Ein australischer Experte arbeitet an einer Technik, um den Klang der Formel-1-Boliden in den TV-Übertragungen zu verbessern.

Die Formel 1 arbeitet an einem Mikrofon für den Auspuff ihrer Boliden, um die Autos im Fernsehen lauter wirken zu lassen. Wie Reuters berichtet, sei ein australischer Experte für Sportübertragungen und TV-Technik, David Hill, von Liberty Media mit dem Projekt betraut worden. "Er arbeitet mit einem Unternehmen aus Deutschland an der Entwicklung eines Keramikmikros, das wir an das Endrohr kleben, um Fans die wahre Soundkulisse zu liefern", so Formel-1-Marketingchef Sean Bratches.

Der US-Amerikaner misst der akustischen Attraktivität der Königsklasse - zuletzt einer der großen Zankäpfel der Szene - große Bedeutung bei: "Wir wollen stärker auf den Sound des Sports eingehen, weil er Fans emotional anspricht. Bei unserer Marktforschung hat er sich als unheimlich wichtig herausgestellt." Hill, der wie Bratches und Boss Chase Carey aus dem Dunstkreis des US-Networks Fox stammt, war bei mehreren Formel-1-Rennen vor Ort, um sich ein Bild zu machen.

Das Mikrofon am Auspuff ist der jüngste Verstoß auf dem Weg zu dem Ziel, die Formel-1-Boliden wieder lauter zu machen. Nach Einführung der leiseren V6-Hybridmotoren hatten Techniken wie ein Trompetenauspuff keinen Platz im Renneinsatz gefunden. Die FIA und Liberty Media haben es sich vorgenommen, im Zuge einer möglichen Novelle des Antriebsreglements in der Saison 2021 für mehr Lautstärke zu sorgen.

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Tags auspuff, bratches, carey, f1, fernsehen, fox, klang, lautstärke, liberty, liberty media, mikrofon, sound