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Cosworth stellt Weichen für Formel-1-Comeback

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Cosworth stellt Weichen für Formel-1-Comeback
Autor:
Übersetzung: Mario Fritzsche

In den Gesprächen über ein neues Motorenreglement in der Formel 1 ab der Saison 2021 spielt Cosworth eine tragende Rolle und plant eine Rückkehr.

Cosworth-Motor im Williams FW28
Giancarlo Fisichella
Jules Bianchi, Marussia F1 Team MR02; Max Chilton, Marussia F1 Team MR02
Der Ford Cosworth DFV Motor im Lotus
Patrick Depailler, Tyrrell P34, Ford-Cosworth
Keke Rosberg, Williams FW07C-Ford Cosworth
Andrea de Cesaris, McLaren MP4/1-Ford Cosworth
Logo: Cosworth
Cosworth motorhome
Werksbesuch bei Cosworth: Bruno Senna, Hispania Racing F1 Team, und Karun Chandhok, Hispania Racing
Motorhome: Cosworth
Logo: Red Bull Racing
Adrian Newey, Red Bull Racing, Chefdesigner
Aston Martin Valkyrie
Logo: Cosworth

Mit 176 Grand-Prix-Siegen liegt Cosworth in der ewigen Formel-1-Bestenliste der Motorenhersteller auf Platz 2 hinter Ferrari (228 Siege). Der bislang letzte Sieg gelang beim Grand Prix von Brasilien 2003 mit Jordan-Pilot Giancarlo Fisichella.

Den bislang letzten Einsatz bei einem Formel-1-Rennen hatte Cosworth 10 Jahre später an gleicher Stelle, beim Saisonfinale 2013 in Brasilien mit dem Marussia-Team. Anschließend zog sich die Firma zurück, plant für die Zukunft aber ein Comeback – konkret nach der Saison 2020, wenn das neue Motorenreglement greift.

Details zu den neuen Motorenregeln gibt es derzeit noch nicht, doch der Drang nach einfacheren und billigeren Motoren als den aktuellen V6-Triebwerken mit Hybrid-Antrieb ist da. Cosworth ist diesbezüglich eine der treibenden Kräfte.

"Ich glaube, dass wir genügend Unterstützung von existierenden Teams haben. Mit einigen von ihnen haben wir bereits Gespräche geführt und diese erlauben es uns, die Pläne weiter zu verfolgen", offenbart Cosworth-Geschäftsführer Hal Reisinger im Interview mit Motorsport.com.

"Wenn sich mehr Teams für einen längeren Zeitraum verpflichten, ist das immer besser, aber wir haben mündliche Zusagen von einigen existierenden Teams und von neuen Teams, für die wir ein zukunftsfähiger Motorenpartner wären", so Reisinger.

Neues Reglement

Cosworth bekennt sich dazu, in den neuen Formel-1-Arbeitsgruppen für eine Finalisierung des neuen Motorenreglements (Einführung zur Saison 2021) eine tragende Rolle zu spielen. Reisinger stellt klar, dass sich die Formel 1 von den Energierückgewinnungs-Systemen der aktuellen Triebwerke, die einige Hersteller vor große Probleme stellen, verabschieden müsse.

"Wir schätzen es, in den Prozess eingebunden zu sein und ich würde sagen, wir sind für eine Formel-1-Rückkehr gerüstet, sofern sich die Regeln ändern. Die größte Änderung muss dabei auf dem Gebiet der Rückgewinnung von Wärmeenergie passieren, denn dieser Bereich ist der teuerste und zeitaufwändigste", spricht Reisinger das Thema MGU-H an.

"Wenn die Formel 1 für 2021 einen neuen Motorenhersteller gewinnen will, dann muss es zunächst grundlegende Änderungen geben", unterstreicht der Cosworth-Geschäftsführer und bekennt: "Wir wurden eingeladen, in den Arbeitsgruppen mitzuarbeiten und darüber freuen wir uns. Wir sind im Prozess also voll eingebunden und blicken nach vorn."

Doch kann es Cosworth mit seiner Infrastruktur überhaupt stemmen, einen Motor zu entwickeln, der es mit den Motoren der großen Hersteller vom Schlage Mercedes oder Ferrari aufnehmen kann? "Ja", betont Reisinger und holt aus: "Es ist nicht nur für die Teams, sondern auch für unsere eigene Marke wichtig, dass wir diesen Schritt nicht tätigen, wenn wir nicht in der Lage wären, konkurrenzfähig aufzutreten."

"Wir haben eine lange und erfolgreiche Geschichte und wir wollen unsere Marke ebenso schützen wie wir andern dabei helfen wollen, Rennen zu gewinnen. Wir glauben, dass wir das schaffen können", so der Geschäftsführer der britischen Motorenschmiede.

Verbindung zu Red Bull

Ein mögliches Szenario wäre, dass Cosworth hilft, einen Motor zu entwerfen und zu bauen und dass dann ein Hersteller aufspringt, um weitere Unterstützung zu liefern und die Namensrechte zu erhalten.

Da Cosworth schon den Motor für den von Adrian Newey entworfenen Supersportwagen Aston Martin Valkyrie liefert, gibt es bereits Gerüchte, die Red Bull Racing als die logische Wahl für einen langfristigen Cosworth-Partner in der Formel 1 sehen.

Reisinger meint, dass eine diesbezügliche Entscheidung noch bis nächstes Jahr Zeit hat. Wenn sich das Unternehmen aber für eine Rückkehr zur Saison 2021 entscheidet, dann müsste man in einem Jahr mit dem Design des Motors beginnen.

"Wir würden 2018 beginnen", sagt Reisinger und führt an: "Ich weiß, dass es Diskussionen darüber gibt, ein Jahr früher zu beginnen. Das würde bedeuten, dass wir schon sehr bald loslegen müssten. Ich glaube aber, eine der Fähigkeiten, die uns auszeichnet, ist unsere Arbeitsweise. Beim LMP1-Motor sind vom Konzept bis zum ersten Prüfstandtest 11 Monate vergangen. Ich weiß nicht, ob es viele Unternehmen gibt, die so zügig arbeiten, aber wir können das."

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Jonathan Noble