F1-Motorenreglement 2021: Könnte Ferrari erneut Veto einlegen?

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F1-Motorenreglement 2021: Könnte Ferrari erneut Veto einlegen?
Autor: Maria Reyer
Co-Autor: Dieter Rencken
08.11.2017, 17:45

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene stellt klar: Wenn die zukünftigen Regeln Ferrari gefallen, gibt es keinen Grund vom Vetorecht Gebrauch zu machen.

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H, Max Verstappen, Red Bull Racing RB13, Lewis Hamilton, Mercedes AMG
Maurizio Arrivabene, Team Principal, Ferrari
Logo: Ferrari
Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H
Maurizio Arrivabene, Ferrari Team Principal
Logo: Ferrari

Ferrari konnte zwar seit neun Jahren keinen Formel-1-WM-Titel mehr gewinnen, dennoch ist die Scuderia nach wie vor das mächtigste Team der Königsklasse. Als einziger Rennstall haben die Italiener die Möglichkeit, ein Veto bei Regeländerungen einzulegen. Ohne Ferrari wird die Zukunft der Formel 1 also nicht geformt. Auch was die Regel nach 2020 betrifft, könnten die Roten theoretisch blockieren. Das passiere allerdings nur im Notfall, stellt Teamchef Maurizio Arrivabene klar.

"Man braucht kein Veto, wenn Leute eine klare Idee haben und wissen, wovon sie sprechen", erklärte der Italiener noch in der Pressekonferenz in Mexiko. "Für Ferrari ist unsere Performance ein Teil der DNS unserer Firma. Die Leistung ist demnach sehr wichtig, da wir diese Marke repräsentieren. Wenn es uns gelingt, die Kosten bei gleichbleibender Motor-Architektur zu senken, sehr schön."

Allerdings hänge das Abstimmungsverhalten des Konzerns ganz davon ab, ob die vorgeschlagenen Regeln akzeptabel seien. Dennoch betont Arrivabene, dass man das Veto nicht grundlos gegen alle Vorschläge einbringen werde.

"Unsere Vision ist simpel: Die Kosten müssen reduziert werden, die gleiche Motor-Architektur soll beibehalten werden und die Leistung muss gesteigert werden", schilderte der Italiener am vergangenen Rennwochenende. Bereits wenig später wurde jedoch der Zorn in Maranello durch die vorgeschlagenen Eckdaten des Motorenreglements ab 2021 geweckt. Sogar einen Ausstieg wollte Ferrari-Boss Sergio Marchionne nicht kategorisch ausschließen.

Besonders stößt sich das Traditionsteam daran, dass sich die Teams in Zukunft weniger durch den Motor unterscheiden. Ferrari möchte ein Reglement, das der Marke nicht schadet. Andererseits sind Ausstiegsdrohungen von Ferrari wohlbekannt. Schon 2015 machte Ferrari vom historischen Veto-Recht, das das Team bereits seit den 1980er-Jahren besitzt, Gebrauch.

Damals ging es um die Frage, ob eine Kostendeckelung der Hybridmotoren für Kundenteams eingeführt werden soll. Ferrari legte sich quer. Arrivabene verteidigt die Entscheidung auch zwei Jahre später noch: "Zu einem bestimmten Zeitpunkt haben wir unser Vetorecht aus gutem Grund eingesetzt."

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Autor Maria Reyer
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