Günther Steiner: Haas vor schlechtestem Rennen der Saison

Haas erwartet in Mexiko sein härtestes Rennen in der Formel-1-Saison 2017. Teamchef Günther Steiner ist nicht sehr optimistisch.

Für Haas steht das voraussichtlich härteste Rennen der Formel-1-Saison 2017 bevor. In Mexiko kommt es vor allem auf den Abtrieb der Fahrzeuge an. Haas ist jedoch ein Team, das in diesem Bereich einige Probleme hat. Deshalb ist Teamchef Günther Steiner nicht sehr optimistisch und spricht von einem "Worst-Case-Szenario".

"Es kommen einige harte Tage auf uns zu", so der Formel-1-Teamchef. "Trotzdem werden wir versuchen, das Maximum aus unseren Autos herauszuholen." In Austin sei der Abtrieb nicht der einzige Grund gewesen, warum Haas nicht auf Touren kam, so Steiner weiter. Auch für Mexiko sieht die Prognose eher düster aus: "Wir werden Schwierigkeiten haben. Trotzdem müssen wir hart arbeiten, denn wir werden nicht das einzige Team sein, das straucheln wird."

Bildergalerie: Kevin Magnussen in Mexiko

"Es wird ein schwieriges Rennen für uns", sagt Steiner. "Aufgrund der Höhe ist das Kühlen des Motors schwierig. Außerdem generieren wir nicht genügend Abtrieb. Für unser Fahrzeug tritt in Mexiko eines der Worst-Case-Szenarien der Saison ein. Vielleicht ist es für uns sogar das schlechteste Rennen des ganzen Jahres."

Haas wird im ersten Freien Training einige Updates am Fahrzeug testen. Ob das neue Paket jedoch Verbesserungen mit sich bringt, weiß Steiner noch nicht. "Wir werden im ersten Training etwas ausprobieren", so Steiner. "Antonio [Giovinazzi] wird die alte und Kevin [Magnussen] die neue Spezifikation nutzen." Das heißt auch, dass Romain Grosjean das erste Training von der Box aus verfolgen wird.

Der Franzose untermauert die Aussagen seines Teamchefs: "Gerade aufgrund der Resultate im vergangenen Jahr, sind wir hier nicht mit viel Selbstbewusstsein angereist. Wir sind aber stärker als in der vergangenen Saison. Ich sage nicht, dass alles perfekt laufen wird, aber wir wissen, was auf uns zukommt." Wichtig sei es, den optimalen Arbeitsbereich der Reifen zu finden, fügt Grosjean hinzu. Das sei dem Team im vergangenen Jahr nicht gelungen. Dass Haas im ersten Training mit zwei verschiedenen Spezifikationen unterwegs sein wird, soll helfen, das Update mit der alten Version zu vergleichen, so der Haas-Pilot.

In der Konstrukteurswertung blickt Haas vor allem auf Renault. Das Team aus Frankreich liegt nur fünf Punkte vor den US-Amerikanern und damit in direkter Schlagweite. Grosjean erwartet aber, dass das Werksteam in Mexiko stark sein wird: "Es wird schwierig werden, auf Renault aufzuholen. Auch Toro Rosso ist nicht so weit von uns entfernt. Das Team setzt zudem zwei Anfänger ein. Wenn alles gut läuft, haben wir eine Chance, auf Toro Rosso aufzuholen. Renault war lange schneller als wir und ist es auch noch heute."

Günther Steiner hat in Mexiko ebenfalls Renault im Visier. Es sei alles offen und beide Teams hätten sich in diesem Jahr einige gute Kämpfe geliefert, so Steiner. Daher wolle Haas nun an dem französischen Werksteam vorbeiziehen.

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung Mexiko-Stadt
Rennstrecke Autodromo Hermanos Rodriguez
Fahrer Romain Grosjean , Kevin Magnussen , Antonio Giovinazzi
Teams Haas
Artikelsorte News
Tags abtrieb, antonio giovinazzi, f1, formel 1, haas, kevin magnussen, mexiko, problème, renault, romain grosjean, schwierigkeiten, wm-kampf