Felipe Massa

F1-Kolumne von Felipe Massa: Auch 2018 in der Formel 1 fahren!

Williams-Fahrer Felipe Massa schreibt in seiner neuen Kolumne für Motorsport.com über das 7. Rennen der Formel-1-Saison 2017, den Grand Prix von Kanada in Montreal. Und er blickt voraus auf 2018!

Ein Formel-1-Rennen, das für dich nach nur 3 Kurven schon wieder vorbei ist, willst du eigentlich nur ganz schnell wieder vergessen.

In Kanada hatten wir das Potenzial, ein richtig gutes Ergebnis einzufahren. Williams und ich wussten: Montreal würde unserem Paket entgegenkommen. Wir gingen also sehr optimistisch in dieses Rennen.

Der Start an sich lief gut. Ich hielt meinen 7. Platz. Doch in der 2. Kurve ging es eng zur Sache mit Kimi Räikkönen. Ich wurde von der Ideallinie gedrängt. Meine Reifen gerieten auf den schmutzigen Teil der Rennstrecke und ich verlor 3 Positionen. Das war nicht ideal, aber immerhin war ich noch dabei.

In Kurve 3 gab es dann einfach nur einen großen Schlag am Heck des Autos. Ich wusste, mein Rennen war vorbei. Ich dachte erst, jemand hatte ein Bremsversagen gehabt und sein Auto außer Kontrolle verloren. Denn es war nicht einfach nur einer der klassischen Schubser, wie man sie in der Bremszone manchmal kriegt. Es war ein heftiger Crash.

Dann sah ich Carlos Sainz' Auto in den Banden stecken. Ich fragte ihn später nach einer Erklärung. Er meinte, er habe eine Berührung mit einem anderen Fahrzeug gehabt, dann sei ihm die Kontrolle über sein Auto entglitten. Anschließend sah ich mir die TV-Bilder an und erkannte: Er hatte den Zwischenfall ausgelöst.

Sehr schade, denn wir hätten bis zum Schluss mit Daniel Ricciardo und den Force Indias kämpfen können, glaube ich. Ob wir sie hätten allesamt schlagen können, weiß ich nicht. Doch das Potenzial des Autos hätte es hergegeben, dass wir bis zur letzten Runde in dieser Gruppe hätten mitspielen können.

Im Qualifying waren wir schneller gewesen als Force India. Daniel fuhr am Ende auf den Soft-Reifen. Ich bin davon überzeugt, wir hätten um Platz 3 kämpfen können.

Weil ich aber früh aus dem Rennen war, konnte ich den Grand Prix als Zuschauer verfolgen. Lance Stroll ist ein klasse Rennen gefahren und hat seine 1. Formel-1-Punkte geholt. Er hat tolle Überholmanöver gezeigt und seine Fortschritte unter Beweis gestellt. Unterm Strich war es ein gutes Wochenende für ihn.

Er hat einen solchen Durchbruch gebraucht, denn er hat einige schwierige Zeiten in der Formel 1 durchgemacht. Nach Punkten im Heimrennen kann er seine Rookie-Saison jetzt deutlich entspannter angehen.

Die Saisonmitte rückt näher. Da geht es unausweichlich schon um die Formel-1-Saison 2018. Mir wurden bereits einige Fragen über meine Zukunftspläne gestellt, und darüber, was ich nächstes Jahr tun will.

Nun, ich fühle mich gut. Ich mag, was ich tue. Und ich habe ein klasse Verhältnis zu Williams. Außerdem – und vor allem – bin ich noch konkurrenzfähig. Das ist das Wichtigste.

Ausgehend davon wäre ich gern dazu bereit, weiterhin das zu machen, was ich gern mache – in der Formel 1 fahren.

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Artikelsorte Kolumne
Tags f1, formel 1, gp kanada, kanada, kolumne, massa, montreal, williams
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