Robert Kubica bei Renault für F1-Saison 2018 "nicht auf der Liste"

Renault-Sport-F1-Chef Cyril Abiteboul spielt, trotz Robert Kubicas erfolgreichem Test in Valencia, die Möglichkeit herunter, der Pole könnte zu dem Team aus Enstone zurückkehren.

Bei seinem 1. Einsatz in einem Formel-1-Auto seit seinem schweren Rallye-Unfall 2011 hinterließ Robert Kubica bei Renault einen tiefen Eindruck.

Nach dem Test in einem Lotus E20, bei dem er auch eine komplette Grand-Prix-Distanz absolviert hat, sagte Kubica, sein Ziel sei nun ein "echtes" Comeback in der Formel 1.

Jolyon Palmer hat für 2018 noch keinen Vertrag und Renault macht kein Geheimnis daraus, dass man sich Gedanken um einen Ersatz für den Briten macht. Ganz oben auf der Liste steht wohl McLaren-Pilot Fernando Alonso.

Alleine die Tatsache, dass bei Renault vielleicht ein Platz frei wird, führte zu Spekulationen, Kubicas Test könnte im Hinblick darauf stattgefunden haben.

"Ich weiß, dass der Sport voller Spekulationen und Gerüchte ist," sagte Abiteboul gegenüber Motorsport.com. "Ich denke aber, in diesem Fall müssen wir etwas vorsichtig sein, denn wir reden hier über einen Menschen, den wir alle lieben, mit einem fantastischen Image, der aus persönlicher Sicht eine sehr schwierige Zeit hinter sich hat."

"Ich würde daher alle bitten, etwas vorsichtig zu sein. Ja, wir hatten diesen Test, wir wollen aber keine Erwartungen schüren, inklusive bei Robert selbst."

Auf die Frage, ob Kubica, wenn er sich bei weitere Tests beweist, für einen Platz bei Renault oder einem anderen Team infrage komme, sagte Abiteboul, das sei nicht ausgeschlossen.

"Wir müssen irgendwann über die künftige Fahrerbesetzung sprechen, das ist kein Geheimnis. Wir haben mit Nico einen langfristigen Vertrag und für das ganze Jahr 2017 einen mit Jolyon."

"Irgendwann werden wir aber unsere Optionen betrachten müssen. Wenn Robert bis dahin eine Option darstellt, können wir es uns anschauen. Zur Zeit ist er aber nicht auf der Liste. Er muss noch viele Dinge erledigen, damit er auf der Liste sein könnte."

Abiteboul betonte, der Test in Valencia sein zum größten Teil ein Gefallen von einem Team für Kubica gewesen, mit dem er in den vergangenen 6 Jahren in Kontakt geblieben war.

"Es ist ganz einfach. Sie wissen, dass es in Enstone eine Gruppe von Leuten gibt, die aus Bob Bell, Nick Chester, Alan Permane und all den Leuten besteht, die Robert als Fahrer kannten, mit ihm gearbeitet haben und im Laufe der Jahre – inklusive derer, als Robert komplett vom Radar verschwunden war – immer in Kontakt mit ihm waren."

"Und das ist etwas, worüber sie immer gesprochen haben. Was wäre, wenn, als Traum, wenn er unter Umständen wieder würde fahren können? Wir hatten diese Umstände, wir hatten die Möglichkeit."

"Das war eine einmalige Angelegenheit. Sie ist Teil eines Genesungsprozesses für Robert, bei dem er seine Grenzen erkundet – seine physischen Grenzen und vielleicht auch seine mentalen Grenzen, worauf er Appetit hat, auch in puncto Herausforderungen, Schwierigkeiten, Risiko, für sich selbst und sein Image."

"Er hat auch Autos der Formel 2, GP3, LMP2, Formel E getestet. Er hat also einiges andere gemacht und das war Teil seines Programms. Ich will aber nicht den Eindruck erwecken, als ob Renault oder Robert die Verpflichtung hätten, den nächsten Schritt zu tun."

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Fahrer Robert Kubica
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