McLaren: Stoffel Vandoorne muss Fahrstil noch an F1 anpassen

McLaren erklärt, dass Neuzugang Stoffel Vandoorne in der Formel 1 noch ein Handicap hat: den Fahrstil, den er aus den Nachwuchsserien mitgebracht hat.

McLaren: Stoffel Vandoorne muss Fahrstil noch an F1 anpassen
Stoffel Vandoorne, ART Grand Prix
Stoffel Vandoorne, ART Grand Prix
1. Stoffel Vandoorne, ART Grand Prix
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Stoffel Vandoorne, McLaren
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Crash: Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08; Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32; Felipe Massa, Williams FW40;

Stoffel Vandoornes Einstieg in die Formel 1 war bisher etwas holprig. Der Belgier konnte seinem Teamkollegen Fernando Alonso nie auch nur im entferntesten gefährlich werden und schied regelmäßig bereits in Q1 aus.

Bevor er in die Formel 1 kam, holte Vandoorne Titel in der Formel 4, Formel Renault 2.0 und der der GP2. Außerdem gewann er zahlreiche Rennen in der Formel Renault 3.5 und der japanischen Super Formula.

Im Gegensatz zur Formel 1 gibt es in all diesen Serien nur einen Chassishersteller und McLaren glaubt, dass Vandoornes Leistungen in der F1 dadurch beeinträchtigt wurden, dass er zu sehr an dem Fahrstil festhält, den er in diesen Serien gelernt hat.

"Wenn man aus dieser Art Juniorkategorien kommt, dann ist das Auto für alle gleich. Also hat man einen Fahrstil, den man um dieses Auto herum entwickelt hat", erklärte McLaren-Rennleiter Eric Boullier.

"Die Formel 1 ist anders. Jedes Wochenende bringen wir einen neuen Frontflügel, neue Karosserieteile, einen neuen Heckflügel, neuen Unterboden, also ist die Balance des Autos ganz anders."

"Wenn man dir während deiner jungen Karriere gesagt hat, du sollst das Auto auf eine Art fahren, musst du in der Formel 1 flexibler sein und das kommt mit der Erfahrung."

"Er lernt. Das Team muss sich beim Chassis, bei der Abstimmung, in die Richtung seines natürlichen Fahrstils bewegen – denn jeder Fahrer hat einen natürlichen Fahrstil – und gleichzeitig verändert er sich und versucht anders zu fahren."

Vor dem letzten Rennen in Monaco bestellte McLaren Vandoorne in die Fabrik nach Woking und die Form des Belgiers besserte sich nach Gesprächen mit seiner Gruppe von Ingenieuren.

In Monte Carlo schaffte Vandoorne es zum 1. Mal in Q3, crashte dann aber am Swimmingpool. Im Rennen sah es so aus, als sollte er den ersten WM-Punkt der Saison für McLaren holen, bis er beim Restart nach der Safety-Car-Phase dem Druck von Sergio Perez nicht mehr standhalten konnte und erneut einen Unfall baute.

"Ich habe in den vergangenen paar Wochen hart mit dem Team gearbeitet, um die Beziehung mit den Ingenieuren zu verbessern und genau das aus dem Auto herauszubekommen, was ich will. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Vandoorne.

Bildergalerie: Stoffel Vandoorne

"Das Qualifyingergebnis war sehr vielversprechend, abgesehen vom Crash, aber jedes Mal, wenn wir auf der Strecke waren, waren wir 5., 6., 7. Wir hatten definitiv das Potential, das in Q3 zu wiederholen."

"Es ist eine andauernde Entwicklung. Ich bin immer noch neu in der Formel 1 und es geht darum, diese Beziehung zu den Ingenieuren aufzubauen, zu versuchen zu verstehen, was man braucht, um schnell zu sein. Es geht in die richtige Richtung."

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