Mercedes-Chef Wolff: F1-Motoren werden so billig wie nie

Mercedes-Sportchef Toto Wolff sagt, die Kundenmotoren in der Formel 1 würden billiger und die Teams sollten aufhören, sich über die Preise zu beklagen.

Mercedes-Chef Wolff: F1-Motoren werden so billig wie nie
Toto Wolff, Mercedes AMG F1
Toto Wolff, Mercedes-Motorsportchef
Toto Wolff, Mercedes-Motorsportchef
Sebastian Vettel, Ferrari SF70-H, führt am Start
Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 W08
Start: Sebastian Vettel, Ferrari SF70H, Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H
Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 W08, Max Verstappen, Red Bull Racing RB13, Lewis Hamilton, Mercedes
Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 W08, Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08, Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 W08
George Russell, Mercedes AMG F1 W08

Wolff meinte, die Motoren würden ab 2021, wenn ein neues Format eingeführt wird, noch günstiger.

Es ist ein Dauerthema, das Technologielevel und somit auch die Entwicklungskosten herunterzufahren.

"Ich denke, die Entwicklungskosten werden sinken, wenn das künftige Motorenreglement weniger komplex ist", sagte Wolff gegenüber Motorsport.com.

"Die Entwicklung der Motoren kostet viel Geld und die Motorenabteilungen aller aktuellen Hersteller machen Verluste. Das sollte nicht sein und wir versuchen, das zu kontrollieren."

"Auf der anderen Seite haben wir mit der FIA eine Vereinbarung getroffen, in den nächsten Jahren die Preise für alle Motorenkunden auf die niedrigsten Niveaus zu senken, die es in der F1 je gab."

"Ich denke, man bekommt diese Art Motor für 12 bis 14 Millionen Dollar (10 bis 12 Millionen Euro). Das ist genau das, was wir erreichen wollen. Ich habe kein Verständnis für jemand, der sich beschwert, die Motoren seien zu teuer."

Wolff sagt, die Kosten für die Motoren seien momentan ein relativ kleiner Faktor im Budget eines Kundenteams.

"Es sind 5 Prozent der Gesamtkosten eines großen Teams – 5 Prozent. Für die kleineren Teams sind es 8 bis 10 Prozent. Ist das akzeptabel für einen Sport, der Motorsport heißt?"

"Es ist nicht richtig, dass einige Teams das sehr opportunistische und einseitige Argument anbringen, die Motorenpreise weiter zu senken und auf der anderen Seite 200 Millionen Pfund (217 Millionen Euro) für die Entwicklung des Chassis ausgeben."

Wolff erklärt, Mercedes würde das Gesamtbild in Auge behalten und nicht versuchen, seinen aktuellen technologischen Vorteil zu behalten.

"Ich denke, wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir nicht nur opportunistisch sind und versuchen, Regeln durchzuboxen, die uns passen."

"Wir waren gegen das aktuelle Chassis-Reglement, weil wir das Gefühl hatten, es würde zu teuer werden. Und genau das ist dann auch passiert. Wir waren aber auch der Meinung, dass etwas geändert werden musste, um den Wettbewerb etwas in Schwung zu bringen, also war es okay."

"Das Gleiche gilt für das Motorenreglement 2021. Mir ist absolut klar, dass es im aktuellen Motorenkonzept Defizite gibt."

"Vielleicht können wir es weniger komplex machen, sodass die Fans tatsächlich verstehen, wie Energierückgewinnung wirklich funktioniert."

"Vielleicht können wir Systeme weglassen, die ein zu großes Unterscheidungsmerkmal zwischen den verschiedenen Konzepten darstellen."

"Mir liegt auch ganz sicher der Sound der Motoren am Herzen, denn ich denke, das ist ein wichtiger Faktor."

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