Formel 1 2017 in Spa: Mercedes mit zurückhaltener Prognose

Laut Mercedes-Chef Toto Wolff wäre es für Mercedes gefährlich anzunehmen, beim Formel-1-Rennen in Belgien das schnellste Auto zu haben.

Aufgrund des längeren Radstandes des Mercedes W08 scheint der Hochgeschwindigkeitskurs in Spa wie für den Boliden gemacht zu sein. Auf ähnlichen Strecken war der deutsche Hersteller in der aktuellen F1-Saison immer besonders stark.

Da Ferrari sich in diesem Jahr aber als bärenstarker Konkurrent herausgestellt und in Ungarn eine großartige Leistung gezeigt hat, müsse Mercedes auch in Spa sehr vorsichtig sein, so Wolff.

Er sagte: "Auf dem Papier ist unser Auto in Spa besonders stark, weil die Effizienz der Aerodynamik den Unterschied ausmacht."

"Solche Annahmen sind aber mit Vorsicht zu genießen. Wir haben in der aktuellen Saison schon mehrfach gesehen, wie sich die Form der Teams von einem zum anderen Rennen verändern kann."

"Deshalb werden wir keinerlei Prognosen abgeben. Wir müssen unsere To-do-Liste abarbeiten und unsere Arbeit bestmöglich ausführen, um uns die maximale Punkteausbeute zu sichern."

"Die Motivation und Entschlossenheit im Werk ist so hoch wie noch nie. In Ungarn haben wir gezeigt, wie stark unser Team ist. Wir wollen in der 2. Hälfte der Saison genau diese Stärke beweisen."

Red Bull Racing eine Gefahr

Obwohl die Weltmeisterschaft voraussichtlich zwischen Mercedes und Ferrari entschieden wird, ist sich Wolff im Klaren, dass sich auch Red Bull Racing zu einer Gefahr entwickeln könnte.

Nach einem eher schwachen Saisonstart hat sich das Team gefangen und einige wichtige Updates am Fahrzeug eingeführt. In Ungarn zeigte Red Bull Racing, wie schnell die Fahrzeuge des Rennstalls sein können.

Bildergalerie: Valtteri Bottas in Ungarn

Wolff fügte hinzu: "In der 1. Hälfte der Saison haben wir gesehen, wie sich das Kräfteverhältnis von Strecke zu Strecke verändern kann."

"Wenn Red Bull Racing so gut ist wie in Ungarn, kann uns das Team wirklich gefährlich werden. Deshalb müssen wir einen kühlen Kopf bewahren, uns auf unsere Stärken besinnen und von Wochenende zu Wochenende denken."

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