Mercedes-Sportchef schließt "brutale Stallorder" in der F1 2017 aus

Beide Mercedes-Piloten haben in der Formel-1-Saison 2017 bereits Rennen gewonnen. Ob Sportchef Toto Wolff im weiteren Jahresverlauf deshalb zur unbeliebten Teamorder greifen muss?

Der Österreicher ist sich bewusst, dass eine derart unbequeme Entscheidung auf ihn zukommen könnte, sollte einer seiner Silberpfeil-Piloten am Saisonende noch eine Chance auf den WM-Titelgewinn haben, der andere aber nicht.

Doch Wolff will das Thema möglichst umgehen und meint gegenüber Kleine Zeitung: "Niemand will sehen, dass Teams in den Wettkampf eingreifen. Es kann aber Situationen geben, in denen der eine Fahrer aus verschiedenen Gründen schneller unterwegs ist. Das muss man dann berücksichtigen mit dem Ziel, als Team das Rennen zu gewinnen."

Eine Stallregie im Kleinen schließt Wolff also nicht aus, eine offenkundige Teamorder – wie einst von Ferrari mit Rubens Barrichello und Michael Schumacher praktiziert – will er jedoch vermeiden.

"Heute ist alles transparenter", sagt er mit Blick auf die Ferrari-Schumacher-Zeit. "Deshalb wäre eine so brutale Stallorder nichts, was wir machen wollen oder machen würden."

"Den Begriff 'Nummer-2-Fahrer' haben wir bei Mercedes nicht."

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Teams Mercedes
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