F1 2017: Toto Wolff warnt Eddie Jordan davor, "Fake News" zu verbreiten

Toto Wolff hat Channel-4-Experte Eddie Jordan dazu aufgefordert, die Verbreitung von, wie Wolff sie nennt, "Fake News" über die Zukunft von Mercedes in der Formel 1 zu stoppen.

Jordan hatte sich des Öfteren kritisch gegenüber Mercedes geäußert und hinterfragt, ob sich das Werksteam langfristig in der Formel 1 halten kann. Er glaubt, dass die großen Sponsoren in naher Zukunft abspringen würden, was dann zu erheblichen Problemen für den Rennstall führen würde.

In Baku hat er sogar spekuliert, ob das Team aus China, das Interesse hat, in die Formel 1 einzusteigen, den Rennstall aus Brackley aufkaufen könnte.

Wolff ist wütend, da die Aussagen von Jordan zu Zweifeln in der Belegschaft geführt haben, sowohl im F1-Team als auch im Mercedes-Motoren-Werk in Brixworth.

"Ich sagte, ich bin für Scherze mit Eddie bereit", erklärte Wolff. "Ich habe jedoch aufgehört zu lachen, als er Witze auf Kosten der Zukunft von rund 1.500 Mitarbeiter gemacht hat."

"Ich habe ihm in einem Interview gesagt, dass es ein viel zu ernstes Thema sei. Wir werden die F1 nicht verlassen. Keiner unserer Sponsoren hat vor, uns den Rücken zu kehren. Wir sind glücklich hier."

"Er muss damit aufhören, diese Gerüchte zu streuen. Es sind Fake News", verdeutlichte der Mercedes-Teamchef.

Jordan ist jedoch der Meinung, dass Mercedes als Werksteam aus der Formel 1 aussteigen würde, sobald sich der Sport für den deutschen Hersteller nicht mehr lohnt.

"Ich habe nie direkt von einem Ausstieg gesprochen," erklärte der ehemalige F1-Teambesitzer gegenüber Motorsport.com. "Mercedes fährt in der Formel 1 wegen des Marketings und der Technik. Es geschieht nicht aus Liebe. Sie werden aussteigen, wenn es ihnen passt."

"Ich habe den richtigen Zeitpunkt niemals definiert. Ich habe nur klar gestellt, dass die Sponsorenverträge mit UBS und Petronas im Jahr 2018 auslaufen."

"Ich verstehe, warum er sauer ist. Das ist aber nicht mein Problem. So ist das Leben. Ich bin davon überzeugt. Schauen wir uns doch mal die andere Seite an."

"Er spricht über 1.500 Mitarbeiter. Ich spreche hingegen von mehreren tausend Anteilseignern [der Daimler AG]."

"Der Vorstand trifft die Entscheidungen. Ich war schon oft Teil von Vorständen. Er entscheidet über die Zukunft. Er wird das machen, was für das Unternehmen am besten ist."

"Falls er herausfindet, dass sich das Investment nicht mehr lohnt, ist Mercedes als Werksteam Geschichte."

"Wo kam denn Mercedes her? Wohin ist Toyota gegangen? Sie werden die Motorenentwicklung behalten, das ist sicher."

Jordan wird sich nicht zurückhalten

Jordan betonte, er würde sich mit seiner Meinung nicht zurückhalten. Er sagte: "Es gibt so viele Leute, die sich darüber Sorgen machen, bei welchem Team sie sich blicken lassen dürfen."

"Mein Job ist es, darüber zu berichtet, was ich weiß. Das ist das, was ich tue. Niemand wird mir den Mund verbieten. Falls ich irgendeinen Müll von mir gebe, der nicht ansatzweise wahr ist, dann sollen sie reagieren und etwas sagen."

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"Ich habe mit niemanden ein Problem. Ich werde in jedes Motorhome gehen. Wenn mich jemand dort nicht haben möchte, soll er es sagen." 

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