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Pechvogel Nico Hülkenberg: Nach F1-Rennen in Singapur mit Sutil telefoniert

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Pechvogel Nico Hülkenberg: Nach F1-Rennen in Singapur mit Sutil telefoniert
Autor:
Co-Autor: Dieter Rencken
28.09.2017, 13:31

Seinen neuen Negativ-Rekord nimmt Nico Hülkenberg mit Humor und zieht Positives aus seiner Performance in Singapur. War Renault in Malaysia das viertbeste Team?

Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team
Funkenflug: Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team RS17
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team RS17
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team RS17
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team RS17, Lance Stroll, Williams FW40
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team RS17
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team RS17
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team RS17
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team RS17

Viele dürften annehmen, dass Hülkenbergs Ausfall beim Großen Preis von Singapur für ihn besonders bitter gewesen sei. Schließlich verlor der Renault-Pilot damit nicht nur den 4. Platz und damit das beste Saisonergebnis für sein Team, sondern stellte auch einen traurigen Rekord auf. Mit 129 Grand-Prix-Starts und keiner einzigen Podestplatzierung löste er seinen Landsmann Adrian Sutil an der Spitze dieses Rankings ab.

Doch Hülkenberg beschwichtigt: "Bei einem Rennen, wo du weißt, es wird 2 Stunden dauern und so viel passieren, verschwendet man daran keinen Gedanken." Darum, diesen Rekord zu vermeiden, sei es ihm zu keinem Zeitpunkt gegangen - zumal das Podium ohnehin außer Reichweite gewesen sei. "Wir wären 4. geworden. Und 4. ist nicht 3. oder 2.", weiß der Deutsche.

Zwar habe er einige Zeit auf Valtteri Bottas (Mercedes), der in Singapur 3. wurde, gelauert: "Die 1. Runden auf Slicks konnte ich die Lücke schnell schließen. Aber als er dann seinen Rhythmus gefunden hatte, ging es für mich vor allem darum, mein eigenes Rennen zu kontrollieren und zu Ende zu bringen." Das gelang aufgrund eines Öl-Lecks jedoch nicht. Hülkenberg musste sein Rennen aufgeben.

Hülkenberg überzeugt: "Können viertbestes Team werden"

Über seinem damit erlangten Negativ-Rekord kann der 30-Jährige lachen - sogar zusammen mit Adrian Sutil, der bis zum Singapur-Rennen noch gleichauf mit Hülkenberg lag. "Ich habe ihn am Montag noch angerufen und gefragt, ob er jetzt wieder klarkommt im Leben oder ob er jetzt überhaupt noch einen Lebenssinn hat", berichtet der Renault-Pilot und verrät: "Er musste lachen." Sutil absolvierte von 2007 bis 2014 insgesamt 128 Starts ohne Podium.

Auf den Großen Preis von Singapur blickt Hülkenberg mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück. "Natürlich ist es frustrierend, ein solches Ergebnis zu verlieren. Aber es war schön zu sehen, dass das Auto gut funktioniert, insbesondere in Singapur, wo die Strecke unserem Paket wahrscheinlich am meisten entgegenkommt", erklärt er. Für das Rennwochenende in Malaysia hofft er, an die Pace anknüpfen zu können.

"Wir sollten in der Lage sein, das viertbeste Team zu werden", glaubt der Deutsche, "aber ich erwarte einen engen Kampf mit Force India und McLaren an diesem Wochenende." Angesprochen auf den noch immer viel diskutieren Startcrash zwischen Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen (beide Ferrari) und Max Verstappen (Red Bull) vor 2 Wochen, zeigt sich Hülkenberg diplomatisch: "Das ist Racing. Shit happens."

Startcrash in Singapur für Hülkenberg "blödes Timing"

Die Schuld sieht er ähnlich wie die Rennleitung, die von Strafen absah, bei keinem der Beteiligten: "Natürlich zieht Sebastian da etwas rüber, er hätte auch ein bisschen weniger machen können. Mit Sicherheit hat er in dem Moment gedacht: Shit, wenn der Verstappen jetzt vor mich kommt, wird es schwierig hier. Blödes Timing, dass Kimi dann von außen so einen Start hat. Das kann keiner sehen. Eigentlich ein Rennunfall."

Bildergalerie: Nico Hülkenberg in Singapur

Hülkenberg, der im Vorjahr in Singapur in einen sehr ähnlichen Startunfall verwickelt war, hatte von hinten "die besten Plätze" auf das Geschehen an der Spitze. "Jetzt gibt's gleich Geschnetzeltes", habe er sich gedacht. Verstappen, der im Sandwich zwischen Vettel und Räikkönen eingeklemmt war, verteidigt er: "Das geht so schnell. Max ist nur gestartet und geradeaus gefahren. Er konnte absolut nichts machen."

 

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