F1-Rennstall Renault will Teamchef Frederic Vasseur nicht ersetzen

Teamchef Frederic Vasseur hat den Renault-Rennstall vor der Formel-1-Saison 2017 verlassen, aber einen Nachfolger sucht das Werksteam nicht.

Das hat Formel-1-Projektleiter Cyril Abiteboul bei der Autosport-Show 2017 bestätigt. Er sagte: "So weit ich weiß, werden wir Fred in seiner Rolle als Teamchef nicht ersetzen."

Der plötzliche Abschied des Franzosen habe Renault allerdings nicht überrascht. "Das Team wurde dadurch nicht geschwächt. Wir hatten es zuvor ausführlich mit Fred besprochen."

Man habe versucht, eine Lösung für die unterschiedlichen Visionen für die Führung des Rennstalls finden. "Aber wenn du irgendwann erkennst, es funktioniert nicht, musst du eine Entscheidung treffen und weitermachen."

"Wenn wir den Eindruck haben, es schwächt uns, keinen Teamchef zu haben, werden wir etwas tun. Doch derzeit ist das keine Notwendigkeit", meint Abiteboul.

Vielmehr teilen sich die leitenden Renault-Angestellten künftig die Aufgaben untereinander auf.

"Wir haben viel zu tun, aber unsere teaminterne Struktur ist sehr gut. Ich glaube daran", sagt Abiteboul. Man habe das Team nicht umsonst bereits in der Formel-1-Saison 2016 in den Bereichen Technik und Management verstärkt. Zudem habe man die Niederlassungen Viry (Motoren) und Enstone (Chassis) noch besser vernetzt.

Bob Bell, Nick Chester und Rob White halten in Enstone die Zügel in der Hand. Zu ihnen stößt noch Ciaron Pilbeam, der von McLaren zu Renault wechselt. Remi Taffin und Cyril Dumont sind in Viry in leitenden Funktionen tätig. Dazu kommt Alan Permane als Leiter der Rennoperationen vor Ort.

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