F1-Pilot: Das halbe F1-Feld muss Chancen aufs Podium haben

Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz Jr. wünscht sich eine Formel 1, in der auch die Mittelfeldteams eine Chance haben, regelmäßig aufs Podium zu fahren.

In der bisherigen F1-Saison standen in 10 von 11 Rennen ausschließlich Piloten der Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing auf dem Podium. Der 3. Platz von Williams-Pilot Lance Stroll in Baku ist bis dato die einzige Ausnahme. 

Schon zu Beginn der Saison kritisierte Sainz Jr. den Abstand, den die Mittelfeldteams auf die Toprennställe der Formel 1 haben. Sein Wunsch ist es, die Teams in der Formel 1 anzugleichen. 

Gegenüber Motorsport.com erklärte er: "Ich glaube an Gleichheit, deutlich mehr Gleichheit. Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing sollen weiterhin die Meisterschaft gewinnen, aber es sollte viel spannender sein."

"Dem halben F1-Feld sollte es möglich sein, um Podiumsplätze zu kämpfen. Das ist zurzeit aber nicht der Fall. Es gibt keine Chance. Kein Team aus dem Mittelfeld kann unter normalen Bedingungen in die Top 3 gelangen."

In seinen 3 Jahren bei Toro Rosso hat Sainz Jr. 99 Punkte gesammelt. Bisher kam er in den Rennen jedoch nicht über einen 6. Platz hinaus. 

Toro Rosso hat sich im Laufe der Jahre in der Königsklasse etabliert. Dennoch ist der einzige Sieg des Teams, den Sebastian Vettel beim Grand Prix von Italien 2008 feierte, das bisher einzige Top-3-Resultat in der 12-jährigen Geschichte des Rennstalls. 

Sainz Jr. fügte hinzu: "Wenn man ein perfektes Wochenende abliefert, wie beispielsweise ich in Monaco [Platz 6], sollte man die Chance haben, auf dem Treppchen zu landen. Ich habe keinerlei Fehler gemacht."

"Romain Grosjean hat während des Rennwochenendes in Österreich einen guten Job gemacht und kam ebenfalls nur auf Rang 6 ins Ziel. Es sollte einfach mehr Möglichkeiten für die Mittelfeldteams geben, zu glänzen. Diese Chance haben wir derzeit nicht."

Bildergalerie: Carlos Sainz Jr. in Budapest

Auf die Frage, ob eine Budgetrestriktion für die Teams eine Lösung des Problems wäre, antwortete der Spanier: "Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung von Politik, weshalb ich mich auch nicht in diese Diskussion einmischen werde."

"Trotzdem muss eine Lösung gefunden werden, um die Abstände in den Rundenzeiten aller 10 Teams zu reduzieren."

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