F1-Teamchef fordert Einfrieren der Entwicklung des Mercedes-Motors

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost will, dass Mercedes seinen Formel-1-Motor so lange nicht weiterentwickeln darf, bis die Konkurrenz aufgeholt hat.

"Ich hoffe, dass es früher oder später Gleichheit bei den Motoren gibt, denn das ist momentan nicht der Fall", sagte Franz Tost gegenüber unserer Schwesterpublikation Autosport. "Ich hoffe, dass Renault aufholt, besonders, da ich nicht weiß, was bei Ferrari vor sich geht. Red Bull, Mercedes und Ferrari müssen zumindest um die Meisterschaft kämpfen können."

"Wenn es beim Motor keine Gleichheit gibt, sollte die FIA eine Regel erlassen, ihn einzufrieren. Ich würde den Motor von Mercedes einfrieren, die anderen sollten aufholen und dann werden alle eingefroren. Ich würde die Entwicklung der Batterie frei lassen, denn die Batterie ist etwas für die Zukunft und auch wichtig für die Hersteller."

Auch das Thema Kostenreduzierung sprach Tost an. "Wir müssen die Kosten senken. Wir diskutieren das seit Jahren, aber nichts passiert. Ich würde eine Kostendeckelung einführen", erklärte er. "Es würde heißen, das sei nicht zu kontrollieren, aber das ist Unsinn. Bei Toro Rosso kennen wir die Geschichte jeder Schraube und können sagen, wo sie herkommt und wie viel sie gekostet hat."

Für einige Teile des Antriebsstrangs, wie das Minimalgewicht des MGU-H und MGU-K, sowie die Maße einiger Teile wie den Durchmesser der Kurbelwelle, gibt es bereits 2017 Beschränkungen. Darauf einigten sich vergangenes Jahr die FIA und die Hersteller. 2018 wird dieser Entwicklungsstopp noch ausgeweitet.

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