F1-Training Frankreich 2021: Mercedes zeigt sich in alter Stärke

Valtteri Bottas fährt auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet Bestzeit vor Lewis Hamilton - Probleme bei Sebastian Vettel und Mick Schumacher

F1-Training Frankreich 2021: Mercedes zeigt sich in alter Stärke

Nach zwei enttäuschenden Rennwochenenden auf den Stadtkursen in Monaco und Baku hat sich Mercedes im ersten Freien Training zum Grand Prix von Frankreich auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet zurückgemeldet. Die Bestzeit ging in der einstündigen Session an Valtteri Bottas (1:33.448 Minuten), 0,335 Sekunden vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton.

Max Verstappen (Red Bull) war mit dem Fahrverhalten zu Beginn des Wochenendes nicht zufrieden. "Die Vorderachse will einfach nicht einlenken", funkte er an seinen Renningenieur, der daraufhin vorschlug, er solle an die Box kommen, um den Frontflügel etwas umzustellen - worauf Verstappen entgegnete: "Es ist nicht der Frontflügel!"

Letztendlich wurde der WM-Leader (vier Punkte vor Hamilton) Dritter, 0,432 Sekunden hinter Bottas und unmittelbar vor Baku-Sieger Sergio Perez, der auf Verstappen 0,313 Sekunden verlor. Auf den Positionen fünf bis acht landeten Esteban Ocon (Alpine/+0,881), Daniel Ricciardo (McLaren/+1,196), Fernando Alonso (Alpine/+1,245) und Pierre Gasly (AlphaTauri/+1,251).

Für Diskussionen zwischen Mercedes und der FIA sorgte ein kleiner Fahrfehler von Bottas gleich zu Beginn der Session. Bottas kam in der Verrerie-Kurve außen neben die Linie und damit auf die gelben "Baguette-Kerbs", die ein Rausfahren über die Tracklimits verhindern sollen. Dabei beschädigte er sich den Frontflügel, der gewechselt werden musste.

Sportdirektor Ron Meadows beschwerte sich daraufhin am Funk bei Rennleiter Michael Masi, dass Bottas zehn- oder sogar hunderttausende Pfund an Schaden verursacht habe, obwohl er weniger als einen Meter neben der Strecke gewesen sei. Die Kerbs seien "zu aggressiv". Masi entgegnete kühl, es sei deutlich mehr als ein Meter gewesen und er werde das Feedback in Betracht ziehen.

Nicht ganz nach Wunsch begann das Wochenende für Sebastian Vettel. Nach Platz zwei in Baku (wo er wegen eines Schnitts im Reifen beinahe ausgeschieden wäre, wie sich erst im Nachhinein herausgestellt hat) musste der Aston-Martin-Pilot im ersten Freien Training in Le Castellet auf etwa eine halbe Stunde Fahrzeit verzichten.

Nach rund 15 Minuten flog der viermalige Weltmeister mit dem Heck voran in der Beausset-Kurve ab. Vettel fuhr anschließend aus eigener Kraft in die Box, wo sein Auto repariert werden musste. Nach einer halben Stunde Pause ging's wieder weiter. Am Ende stand für Vettel der 15. Platz zu Buche, 0,014 Sekunden hinter Lance Stroll (14.).

Mick Schumacher landete auf dem 19. Platz, 0,552 Sekunden vor Teamkollege Nikita Masepin. Der Deutsche stand gleich zu Beginn neben der Strecke. Das war aber nicht seine Schuld: "Wir hatten ein Problem bei der Programmierung der elektronisch gesteuerten Hinterrad-Motorbremse", verrät Teamchef Günther Steiner im Interview mit 'ServusTV'.

Nicht in den Top 10 tauchten im ersten Training die beiden Ferraris auf. Carlos Sainz flog zu Halbzeit in der Verrerie-Kurve ab, schlug aber nicht ein und konnte aus eigener Kraft weiterfahren. Unterm Strich wurde der Spanier mit fast zwei Sekunden Rückstand 16. Charles Leclerc war um 0,392 Sekunden schneller und belegte Rang elf.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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