Zukunft der Formel 1: Fahrerloses "Robo-Safety-Car"?

Der Technische Leiter der FIA, Marcin Budkowski, findet die Idee eines fahrerlosen Safety-Cars in der Formel 1 nicht schlecht. Es wäre eine gute Werbung für diese Technologie im Straßenverkehr.

Marcin Budkowski ist seit Anfang letzten Jahres der neue Technikchef der FIA. Während der Sommerpause hat der ehemalige Aerodynamiker von Ferrari und McLaren mit Motorsport.com über die Zukunft der Formel 1 gesprochen.

Eine der interessantesten Ideen, die der 40-Jährige ansprach, ist die eines fahrerlosen Safety-Cars in der Formel 1.

"Wir haben über ein fahrerloses Safety-Car gesprochen, um eine Technologie zu fördern, die etwas mit Skepsis betrachtet wird", erklärte Budkowski. "Wir könnten beweisen, dass sie funktioniert."

Bernd Mayländer, der seit der Saison 2000 das Safety-Car fährt, dürfte diese Idee gar nicht gefallen, Budkowski meint aber, es wäre eine gute Werbung für autonom fahrende Autos für den Straßenverkehr. Rennen mit Autos ohne Fahrer, wie Roborace, die Rahmenserie der Formel E, betrachtet der Pole aber als weniger interessant.

"Der Fahrer wäre nicht mehr so wichtig, da der Computer [das Safety-Car] fahren würde. Aber Vorsicht, die Menschen werden nicht von einem Rennen von Maschinen ohne Piloten angezogen. Das würde den Ingenieuren zwar gefallen, aber nicht den Fans", betonte er.

"Das ist sicher eine interessante Sache, die die Forschung vorantreibt. Kann diese Idee aber Millionen von Menschen auf der ganzen Welt für eine Formel 1 ohne Fahrer begeistern? Ich habe ehrlich gesagt meine Zweifel."

"Die Plattform Motorsport zu nutzen, um einem großen Publikum diese Technologie durch ein fahrerloses Safety-Car oder Veranstaltungen wie Roborace näherzubringen, könnte aber wunderbar dazu dienen, das Potential neuer Lösungen zu erforschen", erklärte er.

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