Felipe Massa gibt zu: "Würde gern weitermachen"

Die Formel-1-Karriere von Felipe Massa wird am Ende des Jahres 2017 wohl tatsächlich zu Ende gehen: Brasilianer würde gern weiterhin Rennen fahren.

Vor einer Woche hat Felipe Massa zum zweiten Mal seinen Rücktritt aus der Formel 1 bekannt gegeben. Der 36-jährige Brasilianer wird sich an diesem Wochenende von seinen heimischen Fans in Sao Paulo verabschieden. Das gleiche Szenario hatte es vor einem Jahr schon einmal gegeben. Massa sollte bei Williams zur Saison 2017 für Nachwuchsmann Lance Stroll Platz machen. Sein Rückzug aus der Formel 1 war entscheiden und offiziell kommuniziert - aber dann kam alles anders.

Im Winter 2017 erklärte Weltmeister Nico Rosberg plötzlich seinen sofortigen Rücktritt. Die Lücke im Werksteam von Mercedes füllte Valtteri Bottas, bei Williams war wieder ein Cockpit zu besetzen. Weil das britische Team mit Sponsor Martini zusammenarbeitet und für entsprechende Marketingkampagnen ein Fahrer im Alter von mindestens 25 Jahren benötigt wurde, konnte man neben Stroll keinen weiteren Youngster platzieren. Massa wurde aus der gerade begonnenen Rente zurückgeholt.

Auf ein ähnliches Szenario dürfte der Vizeweltmeister von 2008 nun auch hoffen, denn Massa hat in der Saison 2017 wieder Blut geleckt. "Ich liebe das Fahren, ich bewege gern Rennautos", sagt er im Interview mit 'Sky Sports F1'. Er selbst hatte auf einen Verbleib im Team gehofft. Nun aber stehen andere Kandidaten weiter oben auf der Liste: Daniil Kwjat, Paul di Resta und Robert Kubica. Für Massa ist bei Williams endgültig kein Platz mehr, wenngleich er sich selbst für noch ausreichend konkurrenzfähig hält.

Im vergangenen Winter war Massa mit einem möglichen Wechsel in die DTM in Verbindung gebracht worden. Dies dürfte zur kommenden Saison 2018 kein realistisches Szenario mehr sein. In der LMP1-Klasse der WEC fehlen im kommenden Jahr die freien Plätze, auch in der Formel E sind eigentlich alle Cockpits vergeben. "Ich würde halt gern in anderen Serien weitermachen", sagt Massa, der noch nicht weiß, wohin sein Weg führen wird. "Ich hoffe, dass sich alles in eine Richtung entwickelt, die positiv für mich ist."

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