Fernando Alonso: Fahrradunfall war doch ein kleiner Rückschlag

Fernando Alonso gibt zu, dass ihn der Fahrradunfall vor Beginn der Formel-1-Saison 2021 im Nachhinein betrachtet wichtige Vorbereitungszeit gekostet hat

Fernando Alonso: Fahrradunfall war doch ein kleiner Rückschlag

Fernando Alonso glaubt, dass sein im Winter erlittener Fahrradunfall keine große Auswirkung auf den Verlauf seiner Formel-1-Saison 2021 hatte. Allerdings räumt der Alpine-Routinier ein, dass die erlittenen Verletzungen, unter anderem ein Kieferbruch, dazu geführt haben, dass es etwas länger gedauert hat, bis er sein Leistungspotenzial zu 100 Prozent abrufen konnte.

Alonso war am 11. Februar beim Fahrradfahren in Lugano mit einem Auto kollidiert. Dabei zog er sich unter anderem einen Kieferbruch zu. "Der Arzt hat sehr schnell gesagt, dass ich zehn, zwölf Tage nach der Operation wieder okay sein werde. Das war Anfang Februar, also habe ich mir keine Sorgen gemacht", erzählt er im Podcast 'Beyond the Grid'.

"Im Nachhinein betrachtet, wenn ich mir anschaue, wie der Saisonbeginn für mich gelaufen ist, hätte ich im Winter mehr Zeit im Auto gebraucht, im Simulator, in der Fabrik. Ich habe einen Test in Paul Ricard mit dem 2018er-Auto verpasst, den das Team gemacht hat", gibt Alonso zu.

Zwar war er bei allen offiziellen Tests dabei, und beim Saisonauftakt in Bahrain sowieso. Aber: "Ich habe fünf oder sechs Rennen gebraucht, um auf 100 Prozent zu kommen. Ohne den Unfall wären es vielleicht nur zwei oder drei gewesen", vermutet er. "So gesehen war es schon ein Rückschlag."

 

Mit inzwischen 40 Jahren ist Alonso übrigens bald der älteste Fahrer im Starterfeld der Formel 1. Zwar ist Kimi Räikkönen um fast zwei Jahre älter, aber der wird seine Karriere Ende 2021 beenden. Da ist es ganz natürlich, dass sich körperlich etwas verändert hat. So spürt Alonso zum Beispiel den Jetlag mehr als früher.

"Das ist etwas, was sich verändert hat im Laufe meiner Karriere war. Als ich jünger war, konnte ich in jedem Land schlafen, in jeder Zeitzone. Jetlag war da kein Problem. Jetzt ist es auch keine große Sache, aber ich merke, dass ich mehr Tage brauche, um mich an eine neue Zeitzone zu gewöhnen", räumt er ein.

Einfluss auf seine Performance habe das aber nicht: "Wenn du im Auto sitzt, [...] schaltet der Körper ein und es strömt Adrenalin. Der Fokus ist so hoch, dass du in dem Moment vergisst, welche Schwierigkeiten du hast, sowohl körperlich als auch mental. Das wird vom Auto absorbiert."

"Manchmal habe ich irgendwas im Kopf, was mich belastet, vielleicht eine persönliche Sache. Aber wenn du das Visier runterklappst und aus der Box fährst, vergisst du alles andere", sagt Alonso.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Aerodynamikchef von Mercedes wandert zu Aston Martin ab
Vorheriger Artikel

Aerodynamikchef von Mercedes wandert zu Aston Martin ab

Nächster Artikel

Charles Leclerc: Seit Anfang 2020 geht's in die richtige Richtung

Charles Leclerc: Seit Anfang 2020 geht's in die richtige Richtung
Kommentare laden