Fernando Alonso: Warum fragt mich jeder, ob ich jetzt glücklicher bin?

Fernando Alonso weiß nicht, warum ihm jeder unterstellt, jetzt glücklicher zu sein als früher: Bei Ferrari, McLaren und auch außerhalb der Formel 1 glücklich

Fernando Alonso: Warum fragt mich jeder, ob ich jetzt glücklicher bin?

Fernando Alonso kann eine Aussage zu seiner Person nicht mehr hören: dass er mittlerweile relaxter und glücklicher sein und mehr Spaß in der Formel 1 zu haben scheint. Denn immer wieder wird der Spanier nach den Gründen dafür gefragt, worauf er aber keine Antwort weiß. Denn er sagt, er sei schon immer entspannt gewesen: ob bei Ferrari, bei McLaren oder während seiner Auszeit.

"Als ich zu Ferrari kam, habe ich schon genau die gleichen Fragen bekommen", sagt der Alpine-Pilot. "Ich erinnere mich noch genau: 'Warum bist du jetzt glücklich? Ist es, weil es ein italienisches Team ist und du Spanier bist und es besser passt?' Und ich habe gesagt, ja, vielleicht liegt es daran. Wir haben den gleichen Humor und den gleichen südländischen Charakter", so Alonso.

Als er dann ohne WM-Titel zu McLaren ging, habe er die gleichen Fragen gestellt bekommen - genau wie nach dem Abgang von McLaren, als er sich eine Auszeit von der Formel 1 genommen hatte, um sich anderen Projekten zu widmen.

"Als ich in der Langstrecken-WM, bei der Dakar oder in Indy war, wurde ich auch gefragt: 'Warum bist du jetzt entspannter? In der Formel 1 schienst du frustriert zu sein.' Und jetzt habe ich wieder die gleichen Aussagen", sagt er.

Doch er hat so eine Ahnung, wo dieses Vorurteil über ihn herkommt: "Als ich 2007 gegen [Lewis] Hamilton in einem britischen Team, einem britischen Umfeld, gekämpft habe, haben die Leute einen falschen Eindruck von mir erhalten und die falsche Message verbreitet", glaubt er. "Jeder ist immer überrascht, wie gut ich mich fühle und wie glücklich ich bin."

"Aber es hat sich nicht viel verändert", betont er. "Ich bin glücklich, aber ich denke nicht, dass ich in den letzten Saisons nicht glücklich war."

Zwar gibt er zu, dass er 2018 etwas müde von der Formel 1 gewesen sei und daher erst einmal eine Pause eingelegt hatte, "aber ich hatte trotzdem Spaß und hatte 2018 eine fantastische Saison." Auch mit McLaren-Geschäftsführer Zak Brown und Teamkollege Stoffel Vandoorne habe er ein gutes Verhältnis gehabt.

"Wir hatten Spaß. Und obwohl ich aufgehört habe, sind eine Menge Dinge passiert", sagt Alonso. "Ich bin ein glücklicher Mensch, auch wenn diese Botschaft nicht bei jedem ankommt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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