Ferrari-Motor und -Chassis 2022: Binotto verspricht "eine Menge Innovation"

Mit Blick auf die nächste Formel-1-Saison spricht Ferrari-Teamchef Mattia Binotto von neuen Ideen und "deutlichen Unterschieden" im Vergleich zu 2021

Ferrari-Motor und -Chassis 2022: Binotto verspricht "eine Menge Innovation"

"Wenn ich mir das Auto für 2022 anschaue und die Power-Unit für 2022, dann glaube ich, dass da eine Menge Innovation drinsteckt", sagt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto mit Blick auf das neue Reglement für die kommende Formel-1-Saison.

Der Italiener ist zuversichtlich, dass sein Team mit dem Beginn der neuen Ära die Chance hat, wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren, nachdem sich der Rennstall aus Maranello bereits im vergangenen Jahr von der schlechten Saison 2020 erholen und den dritten Platz in der Konstrukteurswertung sichern konnte.

Dank neuer Ideen für 2022 soll ein weiterer Schritt nach vorn gelingen. "Ich denke, dass das gesamte Ingenieursteam dem neuen Design, dem neuen Projekt und dem Reglement 2022, das eine große Diskontinuität darstellt, mit einer größeren Offenheit begegnet ist als zuvor", erklärt Binotto die Herangehensweise.

Binotto: Offensichtliche und versteckte Neuerungen

Und weiter: "Ich für meinen Teil kann das am Auto selbst messen, an der Art und Weise, wie es sich entwickelt, und sicherlich an der Menge an Innovation, die wir hineingesteckt haben." Auf die Frage, welche Art von Innovationen zu erwarten sei, erklärt der Ferrari-Teamchef, dass der Schwerpunkt auf dem Verbrennungsmotor und den weniger sichtbaren Komponenten des Chassis gelegen habe.

"Was die Antriebseinheit betrifft, so unterscheidet sie sich deutlich von der aktuellen, mit Ausnahme des Hybridantriebs", so Binotto. "Den Hybrid haben wir 2021 (in Sotschi; Anm. d. R.) eingeführt, da wir antizipierten, wie die Regeln für 2022 sein würden."

"Zwar wird es einige Änderungen am Hybridsystem für 2022 geben, zuvorderst aus regulatorischen Gründen, weil die FIA mehr Sensoren in allen Systemen fordert, um eine bessere Kontrolle zu gewährleisten. Aber das Gesamtsystem ist dem System, das wir haben und das wir am Ende der Saison gefahren sind, sehr ähnlich."

Ferrari ist "sehr offen an die Aufgabe herangegangen"

Der Rest, vor allem der Verbrennungsmotor, sei aber "deutlich anders", betont Binotto. "Wir haben einen neuen Kraftstoff, der zu zehn Prozent Ethanol besteht, was die Verbrennung stark verändert hat. Wir verlieren alle mehr oder weniger 20 PS, was bedeutet, dass sich die Verbrennung selbst ziemlich verändert hat."

"Es gab also viele Möglichkeiten bei der Entwicklung der Antriebseinheit, und wir haben sie ziemlich stark verändert", sagt der Italiener weiter und ergänzt mit Blick auf das Chassis: "Ich denke, wir sind sehr offen an die Aufgabe herangegangen."

"Wenn man sich das Konzept des Autos ansieht, dann geht es nicht nur um die äußeren Formen, sondern auch darum, was man unter der Karosserie hätte machen können, in Bezug auf das Layout, in Bezug auf die Aufhängung, in Bezug auf die gesamte Architektur, einschließlich der Power-Unit und ihrer Architektur."

In diesem Zusammenhang habe das Team "bedeutende Innovationen" vorgenommen. "Das Gesamtdesign, das wir jetzt fertigstellen, unterscheidet sich deutlich vom Projekt für 2021."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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