Ferrari-Präsident kritisiert Motoren-Sparplan der FIA

Der jüngste Vorstoß von FIA-Präsident Jean Todt und Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, günstigere Motoren für Kundenteams anzubieten, stößt bei Ferrari auf wenig Gegenliebe.

Die meisten Rennställe hatten sich zwar für eine Kostendeckelung bei Kundenmotoren und einen Maximalpreis von zwölf Millionen Euro ausgesprochen, doch Ferrari legte sein Veto ein.

Nun legt Ferrari-Präsident Sergio Marchionne noch einmal nach, indem er sagt: „Ich halte es für einen sehr frechen Ansatz vom Automobil-Weltverband und vom Formel-1-Management, den Motorenherstellern die finanzielle Verantwortung aufzuerlegen, Kundenmotoren zu bezuschussen.“

Es sei schließlich nicht die Aufgabe der Automobilhersteller, kleinere Teams in der Formel 1 zu halten.

„Die Kosten für die Entwicklung dieser Antriebsstränge sind enorm hoch. Der Preis, über den jetzt gesprochen wird, deckt nicht einmal die Kosten für die Zündkerzen“, meint Marchionne. Der Vorschlag von Ecclestone und Todt entbehre jeglicher Wirtschaftslogik.

„Es ist kein Ferrari-Problem. Und es ist auch grenzwertig, zu sagen, wir hätten die moralische Verpflichtung, Motoren zur Verfügung zu stellen“, so der Ferrari-Präsident weiter. „Ecclestone muss eine Lösung finden.“

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