Ferrari: Trotz McLaren-Duell "keinerlei Kompromisse" bei Entwicklung für 2022

Laut Laurent Mekies war das Duell gegen McLaren 2021 ein "gutes Training" für Ferrari - Die Entwicklung für 2022 habe man für WM-Rang drei aber nicht gefährdet

Ferrari: Trotz McLaren-Duell "keinerlei Kompromisse" bei Entwicklung für 2022

Nicht nur der Kampf um den WM-Titel war in der Formel-1-Saison 2021 bis zum Ende spannend. Auch das Duell um Rang drei zwischen Ferrari und McLaren wurde final erst beim Finale in Abu Dhabi entschieden. Trotzdem hat die Scuderia den SF21 in der zweiten Saisonhälfte kaum noch weiterentwickelt.

Sportdirektor Laurent Mekies erklärt, dass man die Entwicklung bereits "früh in der Saison" komplett auf 2022 umgestellt habe. "Wir hatten gehofft, dass wir am Ende doch noch um Platz [in der WM] drei kämpfen können. Aber war hatten uns entschieden, für 2022 keinerlei Kompromisse einzugehen", berichtet Mekies.

Denn als man die Entwicklung für 2021 mehr oder weniger einstellte, habe man in der WM noch hinter McLaren gelegen. "Zu Beginn der Saison war der McLaren in den meisten Situationen etwas schneller als wir. Da haben sie in der Meisterschaft einen guten Vorsprung herausgefahren", erinnert sich Mekies.

Mekies: Kampf um P3 "unsere Weltmeisterschaft"

So hatte McLaren nach dem zweiten Spielberg-Rennen im Juli in der WM 19 Punkte Vorsprung auf Ferrari. Trotzdem brachte die Scuderia beim folgenden Rennen in Silverstone das letzte Aero-Update der Saison ans Auto. "Die einzige Entwicklung, die es in der zweiten Hälfte des Jahres gab, war der Hybrid", erklärt Mekies.

Und das Motorenupdate zog Ferrari laut Mekies auch nur deshalb, weil man die entsprechenden Teile auch 2022 nutzen wird. Obwohl es also kein reines Update für 2021 mehr gab, konnten die Italiener in der WM am Ende doch noch an McLaren vorbeiziehen. Laut Mekies war das ein "gutes Training" für Ferrari.

"Es war eine gute Herausforderung", sagt er und erinnert im Hinblick auf McLaren: "Sie hatten einige fantastische Momente. Sie haben in Monza gewonnen und hätten in Sotschi gewinnen können. Sie sind sehr, sehr konkurrenzfähig." Der Kampf um Rang drei sei daher "unsere Weltmeisterschaft" im Jahr 2021 gewesen.

Ferrari machte als Team Fortschritte

Es ist kein Geheimnis, dass Ferrari mittelfristig wieder um Siege und Titel kämpfen möchte. Auf dem Weg zurück nach vorne sei das enge Duell mit McLaren da eine gute Trainingsmöglichkeit gewesen. Mekies erklärt, dass es in diesem Kampf "die gleiche Dynamik" wie in echtem WM-Kampf gegeben habe.

"Du musst diese kleinen Details zusammenbringen, wenn du sie schlagen willst", erklärt er. Denn weil der SF21 nicht mehr weiterentwickelt wurde, habe man sich in anderen Bereichen verbessern müssen, um McLaren zu bezwingen. Es sei letztendlich darum gegangen, "weniger Fehler" als der Gegner zu machen.

So konnte sich Ferrari in der vergangenen Saison unter anderem bei den Boxenstopps deutlich verbessern. Solche Kleinigkeiten haben dazu beigetragen, den Kampf gegen McLaren am Ende zu gewinnen. In Zukunft sollen sie der Scuderia dann auch wieder in einem echten WM-Kampf helfen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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