FIA klärt, welche Fahrwerke die F1-Teams nutzen dürfen

Laut dem Automobil-Weltverband (FIA) müssen die Teams ihre Fahrwerke entfernen, wenn sie nicht beweisen können, dass der aerodynamische Vorteil nicht Hauptgrund für das Design sei.

Seitdem Ferrari die Legalität der bestimmter Fahrwerke schriftlich bei der FIA hinterfragt hat, ist die Debatte über die Nutzung der hydraulischen Systeme im vollen Gange.

Ferrari hat bei der Nachfrage kein bestimmtes Team genannt. Bei der Diskussion geht es sehr wahrscheinlich aber um die Systeme, die Red Bull Racing und Mercedes im vergangenen Jahr genutzt und nun weiterentwickelt haben.

Da die Gespräche zwischen den Teams vor einem Monat erfolglos blieben, hat die FIA nun eine Richtlinie verabschiedet, um die Situation zu entschärfen.

In einem Dokument, das auch von Motorsport.com eingesehen wurde, hat die FIA geregelt, wie sie die Legalität der Systeme überprüfen will.

Die FIA hat dafür 5 Charakteristiken und Teile aufgestellt, die auf ein verbotenes Fahrwerk hinweisen:

  • Jedes System, das das Verhalten des Autos bei Querbeschleunigung verändert.
  • Jedes System ohne direkten Zusammenhang zwischen der Höhe und dem Brems- oder Lenksystem
  • Steuerung der Bodenfreiheit mittels automatischer Niveauregulierung.
  • Jedes System ohne direkten Zusammenhang zwischen der Stellung und Hebung der einzelnen Teile
  • Speicherung von Energie für verzögerte Aktivierung oder aber jedes System, das eine nicht zufällige Asymmetrie bewirkt, wenn die Räder unterschiedlich stark belastet werden.

So soll den Teams deutlich gemacht werden, wie sie beweisen können, ob ihr System den Regularien entspricht.

Im Dokument steht zudem, die Hauptaufgabe des Systems sei das Chassis und den Fahrer vor Bodenwellen zu isolieren. Sollte die Teams bei der Abnahme durchfallen, darf die FIA veranlassen, dass das System ausgebaut oder gesperrt wird. Sollte ein Team das System trotzdem nutzen, wird der Vorfall an die Rennstewards weitergegeben.

Die neusten Regularien scheinen das System von Red Bull Racing auszuschließen. Christian Horner ist jedoch anderer Meinung.

Er sagte: "Die FIA scheint, mit der Interpretation der Regeln unsererseits einverstanden zu sein. Wenn jemand damit ein Problem hat, soll er Einspruch einlegen."

"Wir können nur den Ratschlägen des leitenden Gremiums folgen. Das einzige Feedback, das wir bisher bekommen haben, ist, dass kein Problem vorliegen würde."

Bildergalerie: Die F1-Testfahrten in Barcelona 2017

Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff blickt gelassen auf die präzise formulierten Regeln. Sein Team fürchte ebenfalls nicht, gegen die Regeln zu verstoßen.

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