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FIA-Rennleiter Masi über Auslaufzonen: "Sicherheit ist das oberste Ziel"

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FIA-Rennleiter Masi über Auslaufzonen: "Sicherheit ist das oberste Ziel"
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
04.07.2019, 15:11

FIA-Rennleiter Michael Masi verrät, dass das Verlassen der Strecke wieder mehr Konsequenzen haben soll - Die asphaltierten Auslaufzonen werden aber wohl bleiben

Asphaltierte Auslaufzonen sind vielen Formel-1-Fans ein Dorn im Auge. Sie wünschen sich Kiesbetten oder Gras zurück, damit Fehler der Fahrer wieder mehr bestraft werden. FIA-Rennleiter Michael Masi macht mit seinen Aussagen allerdings wenig Hoffnung darauf, dass sich der Trend zu immer mehr und immer größeren asphaltierten Auslaufzonen in naher Zukunft wieder umkehren wird.

Man habe die Auslaufzonen aus Sicherheitsgründen eingeführt, und sie seien "ein wichtiger Teil davon, wie sich die Strecken entwickelt haben", so Masi. Aus sportlicher Sicht sorgen sie aber immer wieder für Kritik - auch zuletzt in Spielberg. Beim Duell zwischen Max Verstappen und Charles Leclerc in Kurve 3 sind viele der Meinung, dass Leclerc früher zurückgezogen hätte, wenn neben der Kurve ein Kiesbett wäre.

Weil es dort aber eine asphaltierte Auslaufzone gibt, hielt der Ferrari-Pilot bis zum Ende dagegen - und schließlich landete der Fall bei den Rennkommissaren. Kritiker sagen nun, mit einem Kiesbett hätte man sich den Gang zu den Stewards sparen können. Auch Masi weiß, dass die Piloten in einigen Situationen anders fahren würden, "wenn es dort eine Betonmauer, Gras oder Kies geben würde."

"Ich denke, das hat die Herangehensweise verändert. In Kanada hatten wir mit den Fahrern eine lange Diskussion. Sie alle haben gesagt, dass sie Konsequenzen haben wollen", verrät er. Auch die Piloten selbst sprechen sich also dafür aus, dass ein Fahrer auf jeden Fall einen Nachteil haben sollte, wenn er die eigentliche Rennstrecke verlässt. In Frankreich stellte man zu diesem Zweck zwei Poller auf.

Diese mussten die Piloten umfahren, wenn sie von der Strecke abgekommen waren. Das Ziel: So sollten die Fahrer auch ohne Kiesbetten und Co. Zeit verlieren, wenn sie einen Fehler machten. "Der [Poller] in Kurve 2 war ein Erfolg, aber in Kurve 5 sind sie wieder sicher auf die Strecke gekommen, ohne Zeit zu verlieren", resümiert Masi. Neu ist dieser Ansatz ohnehin nicht gewesen.

"Wir werden uns das weiterhin anschauen", kündigt Masi an. Weil ein Comeback der Kiesbetten aber ziemlich unwahrscheinlich ist, wird man wohl auch in Zukunft auf Lösungen mit Pollern und Co. setzen. "Letztendlich ist die Sicherheit [...] das oberste Ziel", stellt Masi noch einmal klar. Es gehe darum, dass "die 20 Fahrer, die starten, sicher wieder zurückkommen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Ruben Zimmermann