FIA schließt technische Entwicklung von F1-Cockpitschutz Halo ab

Der neue Cockpitschutz ist einsatzbereit: Der Automobil-Weltverband (FIA) hat die technische Entwicklung am Halo-System beendet.

"Das Halo-Projekt ist abgeschlossen", erklärt der FIA-Sicherheitsbeauftragte Laurent Mekies. "Es war eines unserer intensivesten Forschungsprojekte bisher."

"Aus technischer Sicht ist Halo jetzt fertiggestellt und kann zur Formel-1-Saison 2018 eingeführt werden."

Besiegelt ist der Einsatz von Halo in der Formel 1 damit aber noch lange nicht, sagt Mekies.

"Nun beginnen die eher philosophischen Gespräche zwischen den Formel-1-Eignern, den Fahrern, der FIA und den Teams."

"Wir müssen überlegen, ob Halo richtig ist für die Formel 1 und für den Formelsport allgemein", meint er und fragt: "Oder brauchen wir vielleicht etwas anderes?"

Alternativen gäbe es sehr wohl. Red Bull Racing hat zum Beispiel einen eigenen Cockpitschutz entwickelt, der als Aeroscreen bezeichnet wird. Die Konstruktion sieht eine große Windschutzscheibe vor, die das Cockpit umgibt, aber oben offen ist.

Im Raum steht zudem eine Cockpitkuppel, wie sie beispielsweise auch Düsenflugzeuge nutzen.

Priorität für FIA und alle weiteren Beteiligten hat in jedem Fall, dass sich ein Fahrer im Falle eines Unfalls rasch und sicher aus seinem Fahrzeug befreien können muss.

Deshalb stehen Lösungen, die eine natürliche Cockpitöffnung vorsehen, höher im Kurs als geschlossene Cockpits, die zudem den historisch offenen Cockpits der Formel 1 gegenüberstünden.

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