FIA-Untersuchung zu Abu Dhabi hat begonnen: Ergebnis Anfang Februar

Nach der Kontroverse von Abu Dhabi hat der Weltverband FIA seine Untersuchung aufgenommen - Anfang Februar soll ein Ergebnis vorliegen

FIA-Untersuchung zu Abu Dhabi hat begonnen: Ergebnis Anfang Februar

Der FIA will ihre angekündigte Untersuchung zu den Ereignissen beim Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi bis spätestens 3. Februar abschließen und mit allen wichtigen Akteuren sprechen. Das berichtet der britische TV-Sender 'Sky Sports'.

Demnach hat der Formel-1-Dachverband drei Wochen Zeit, eine ausführliche Analyse durchzuführen und etwaige Änderungen der Regularien anzustoßen.

Die formelle Untersuchung soll am Montag dieser Woche begonnen haben. Geplant sei, alle an der Kontroverse Beteiligten zu befragen, einschließlich des FIA-Rennleiters Michael Masi, der Rennkommissare sowie der Fahrer und Teamvertreter.

Geleitet wird die Untersuchung laut 'Sky Sports' von Peter Bayer, dem Generalsekretär der FIA für Motorsport. Auch der neue FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem sei persönlich an der Überprüfung der Ereignisse beteiligt. Er traf Anfang der Woche am Verwaltungssitz des Verbandes in Genf ein, wie er auf Twitter verriet.

FIA-Untersuchung soll Klarheit bringen

Drei Tage nach dem umstrittenen Saisonfinale von Abu Dhabi hatte sich die FIA zu einer "Analyse und Klärung" verpflichtet. Diese werde "gründlich, objektiv und transparent" erfolgen, hieß es in einem öffentlichen Statement. Kurz nach dieser Ankündigung zog Mercedes seine Absicht, in Berufung zu gehen, zurück.

Das Team hatte nach dem Rennen, in dem Lewis Hamilton den Titel in der letzten Runde an Max Verstappen verlor, zwei Proteste eingereicht und nach deren Scheitern angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Dazu kam es jedoch nicht - auch weil die FIA versprach, die Ereignisse im Detail aufarbeiten zu wollen.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff machte in einem ausführlichen Interview deutlich, dass Mercedes die FIA für die Einhaltung dieses Versprechens in die Pflicht nehme werde.

"Ich erwarte, dass die Kommission nicht nur Worte als Ergebnisse vorlegt, sondern auch Taten folgen lässt. Und wir werden sie an ihren Taten messen", kündigte Wolff an. Weniger entschieden äußerte er sich zu Gerüchten um einen Hamilton-Rücktritt.

Hamilton-Zukunft weiter in der Schwebe

Diese halten sich weiterhin hartnäckig - zumal der Brite seit der Titelniederlage schweigt. Nach dem Rennen gab es nur ein kurzes Interview vor der Podiumszeremonie, in dem er Verstappen gratulierte. Auch auf seinen sonst stetig befüllten Social-Media-Kanälen herrscht seit dem umstrittenen Finale Funkstille.

Hamiltons einziger bekannter Kommentar zu den Ereignissen in den letzten Runden entfuhr ihm, als er seinem Renningenieur Peter Bonnington über den Teamfunk in den letzten Kurven des Rennens sagte: "Das wird doch manipuliert!"

Experten vermuten, dass seine Entscheidung, ob er weiterfährt oder nicht, auch vom Ergebnis der FIA-Untersuchung abhängen könnte. Wolff jedenfalls konnte in besagtem Interview nicht mit Gewissheit sagen, dass Hamilton in die Formel 1 zurückkehren werde.

"Ich hoffe sehr, dass Lewis weiter Rennen fährt, denn er ist der größte Fahrer aller Zeiten", so Wolff damals. "Als Rennfahrer wird sein Herz sagen, ich muss weitermachen, denn er ist auf dem Höhepunkt seines Könnens. Aber wir müssen den Schmerz überwinden, der ihm zugefügt wurde. Er ist ein Mann mit klaren Werten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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