Formel 1 2017: Der Tag der Entscheidung zum neuen Reglement

Wie sehen die neuen Regeln für die Formel-1-Saison 2017 aus? Darüber wird am Dienstag in einem Treffen der Verantwortlichen entschieden.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und Jean Todt als Präsident des Automobil-Weltverbands (FIA) sowie die Teamchefs der Rennserie beraten sich am Nachmittag in Biggin Hill bei London, um das neue Reglement für 2017 offiziell auf den Weg zu bringen.

Das Ziel ist, die Autos schneller und den Wettbewerb interessanter zu machen. Dazu sollen eine neue Aerodynamik und neue Reifen zum Einsatz kommen. Angestrebt wird eine Verbesserung der Autoleistung um fünf Sekunden pro Runde.

 

Laut Informationen von Motorsport.com stehen aber noch weitere wichtige Punkte zur Debatte. Und auch diese Ansätze könnten die Formel 1 der Zukunft wesentlich beeinflussen.

Die Kernpunkte sind:

  • Antriebsstränge für die Saisons 2017 und 2018
  • Benzinspezifikationen
  • Bodywork für 2017
  • Höherer Benzinverbrauch im Rennen ab 2017
  • Reifentests
  • Weniger Sensoren an den Fahrzeugen
  • Kopfschutz der Fahrer

Bis Ende April 2016 müssen sich die Beteiligten mehrheitlich auf die Neuerungen verständigt haben. Das Treffen am Dienstag stellt daher die letzte Möglichkeit dar, sich auf einen Kurs zu einigen.

Die Frage ist nur: Kommt es zu einem Konsens?

Mercedes-Sportchef Toto Wolff sieht nach dem Auftakt zur Formel-1-Saison 2016 zum Beispiel keinen Grund, etwas zu verändern. „Die Leistung der Teams gleicht sich an und wir sehen tollen Rennsport“, meint er vor dem Großen Preis von Russland.

Fotostrecke: So sehen die Formel-1-Autos 2017 aus

Es bleibe abzuwarten, ob die anderen Beteiligten einen ähnlichen Eindruck gewonnen hätten und ob man daher Abstand nehmen könne von einer Regelreform zur Formel-1-Saison 2017.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner spricht sich jedoch für die Neuerungen aus: „Die Fahrzeuge würden dadurch kraftvoller erscheinen. Sie wären schneller, aggressiver. Da trennt sich fahrerisch dann die Spreu vom Weizen. Und genau danach streben die Piloten doch. Die Formel 1 wäre wieder die Königsklasse.“

Wäre – sofern sich die Verantwortlichen auf eine Marschrichtung einigen können…

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