Formel 1 ab 2017: Neben dem „Halo“ nun auch „Rundumverglasung“?

Wie der neue Kopfschutz aussehen soll, der ab 2017 die Fahrer noch besser vor Verletzungen schützen soll, steht noch nicht fest. Die Ideen gehen den Verantwortlichen aber nicht aus.

Dass die neue Cockpitverkleidung kommt, steht fest, wie sie aussehen wird, muss aber noch entschieden werden. Am 11. Februar findet das nächste Treffen statt, bei dem es um das technische Reglement für 2017 geht und bei den auch das Design des Halo diskutiert werden soll.

Nach 2017 könnte dieser „Heiligenschein“ noch eine Ergänzung bekommen. Die könnte eine Art Rundumverglasung aus Plexiglas oder Kugelsicherem Glas (Titelbild) sein, oder auch nur an den Seiten, um dem Fahrer eine bessere Sicht zu ermöglichen (Bild unten).

 

Head protection, side glass
 

 

Diese Zusatzverkleidung könnte ohne Probleme integriert werden und den Kopf des Fahrers noch besser vor herumfliegenden Teilen schützen.

Die Idee ist von den Teams bereits diskutiert worden, um herauszufinden, ob dieser Zusatz wirklich von Nutzen für die Fahrer wäre, soll er nach der Absegnung des Halo jedoch ausgiebig getestet werden.

Beim letzten Treffen der Technischen Arbeitsgruppe am 29. Januar beschloss die FIA, dass der Halo 2017 nach erfolgreichen Tests eingeführt werde.

Seitenschutz

Sowohl die FIA als auch die Teams sind der Meinung, dass der Halo die beste aller bisher getesteten Lösungen sei, auf längere Sicht könnte ein Seitenschutz aber dazukommen.

Als Übergangslösung könnte ein Schutz so aussehen, wie in unseren Studien von Giorgio Piola, bisher wurde aber noch kein passendes Material dafür gefunden. Bis auf Weiteres bleibt diese Idee daher nur eine Idee, eine Umsetzung steht für 2017 nicht auf dem Plan.

Diese Fragen, wie auch die strukturellen Erfordernisse und das Gewicht des Halo, werden ein Thema beim Treffen der FIA und der Technischen Direktoren der Teams nächste Woche sein.

Ein Mitglied der Gruppe sagte gegenüber Motorsport.com, dass der Halo zwischen 10 und 15 Kilogramm wiegen werde – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die FIA auf der Suche nach Möglichkeiten ist, das Gewicht der Autos zu reduzieren.

Die breiteren Reifen, auf denen die Boliden ab 2017 fahren, haben das Gewicht bereits erhöht.

Mit Informationen von Adam Cooper

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