Formel-1-Fahrer Charles Leclerc: Wie ihn Ferrari Geduld lehrte

Formel-1-Fahrer Charles Leclerc räumt ein, dass ihn das italienische Traditionsteam Ferrari "gezähmt" und so zu einem besseren Fahrer gemacht habe

Formel-1-Fahrer Charles Leclerc: Wie ihn Ferrari Geduld lehrte

"Ich war ein bisschen zu ungeduldig", sagt Charles Leclerc selbstkritisch. Doch diese Eigenschaft habe er gleich in seinem ersten Jahr im Ferrari-Werksteam in der Formel 1 abgelegt. Heute meint er: "Geduld ist etwas sehr Wichtiges. Und bei Ferrari habe ich gelernt, Geduld zu haben."

"Früher", erklärt Leclerc in einem Instagram-Posting mit Fanfragen, "hatte ich da meine Probleme." Inzwischen aber gelinge es ihm deutlich besser, seine Erwartungen im Zaum zu halten und eben nicht auf Biegen und Brechen zu versuchen, gleich zwei Schritte auf einmal zu machen.

Er habe so eine neue Gelassenheit entwickelt, sagt Leclerc. Seine Philosophie laute nun: "Manchmal kriegst du sofort, was du willst, manchmal aber braucht es eben auch Geduld, wenn du von den Besten lernen willst, von Seb, vom Team."

Der erste Besuch in Maranello

Man müsse den Dingen "Zeit" geben, "damit sie einsinken können", erklärt Leclerc. Allzu große Verbissenheit sei da fehl am Platze. "Denn man muss es dann auch abwarten können."

Dabei hat Leclerc schon vor seiner Ferrari-Zeit Geduld bewiesen: Gleich bei seinem ersten Besuch in Maranello vor über einem Jahrzehnt habe er den Wunsch verspürt, eines Tages Formel-1-Fahrer für das italienische Traditionsteam sein zu wollen.

"Ich war elf, zwölf Jahre alt und mit Jules [Bianchi] unterwegs", sagt der heute 22-Jährige. "In die Stadt kam ich hinein, aber nicht in die Ferrari-Anlagen. Ich hatte damals noch keine Genehmigung."

Schumacher als Ferrari-Idol

Das änderte sich freilich mit seiner Berufung in das Ferrari-Nachwuchsprojekt. "Ich hatte die Fabrik von außen bewundert und davon geträumt, eines Tages einmal hineinzudürfen", meint Leclerc. "Jetzt ist es etwas einfacher für mich, Zugang zum Werk zu kriegen."

Nur sein großes Ferrari-Idol trifft Leclerc dort nicht mehr an: Michael Schumacher. Der Formel-1-Rekordweltmeister zählt zu den Motorsport-Helden Leclercs. "Ich war noch jung, als er gewann", sagt er selbst. "Das war schon immer sehr beeindruckend."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Autor Stefan Ehlen