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Formel-1-Kurs in Miami: Renn-Action beim Streckendesign an erster Stelle

Beim Design des Miami International Autodrome, der neuesten Strecke im Formel-1-Kalender, stand das Racing nach Angaben der Streckendesigner "an erster Stelle"

Am übernächsten Wochenende (6. bis 8. Mai) trägt die Formel 1 erstmals einen Grand Prix von Miami aus. Als Austragungsort dient eine von der britischen Firma Apex Circuit Design entworfene 5,41 Kilometer lange Strecke mit 19 Kurven. Sie befindet sich auf dem Gelände des Hard Rock Stadium der Miami Dolphins und wird gegen den Uhrzeigersinn befahren.

FOTOS: Aufbau der Formel-1-Strecke in Miami

Die im Simulator berechnete Rundenzeit für die Formel-1-Boliden liegt bei 1:35 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit wird demnach bei über 200 km/h liegen. Es wird davon ausgegangen, dass an mindestens drei Stellen der Strecke überholt werden kann. Als die beste Überholmöglichkeit gilt die Anfahrt zu Kurve 17 - einer Links-Haarnadel, die sich am Ende der 1,2 Kilometer langen Gegengerade (Topspeed: 320 km/h) befindet.

"Das Racing steht in unserer Unternehmensphilosophie an erster Stelle", betont Charles Metcalfe, Designer bei Apex Circuit Design, der am Projekt "Grand Prix von Miami" seit Beginn der Planung beteiligt ist. "Als Unternehmen ist es unser Ethos, alle Formel-1-Teams, ihre Autos, ihre Renningenieure und natürlich ihre Fahrer herauszufordern", sagt er.

"Um dies zu erreichen, arbeiten wir viel mit Simulationen. Es geht darum, sicherzustellen, dass es unterschiedliche Kurventypen gibt, die unterschiedlichen Fahrzeugabstimmungen entgegenkommen", erklärt Metcalfe. Beim Design des Miami International Autodrome wurde genau das berücksichtigt.

"Die Passage von Kurve 4 bis Kurve 8 ist eine sehr schnelle mit hohen Querbeschleunigungskräften. Dort wird es schwierig sein zu überholen. Ganz entscheidend für die Rundenzeit ist die Performance des Autos aus Kurve 8 heraus. Was folgt, sind zwei schnelle Kurven, nämlich Kurve 9 und 10. Dort ist gut vorstellbar, dass Seite an Seite gefahren wird", so Metcalfe.

"Im dritten Sektor gibt es langsame Kurven, die unter den Auffahrten auf die Turnpike (Highway mit Maut; Anm. d. Red.) hindurchführen. Diese Sequenz haben wir ganz bewusst sehr technisch gestaltet", erklärt der Streckendesigner und spricht von "Fehlerquellen", die man eingebaut hat. Als Beispiel nennt er "sich ändernde Höhen- und Gripverhältnisse" in den Scheitelpunkten der Kurven dieses Sektors.

Miami International Autodrome

In Sektor 3 führt die Strecke unter den Auffahrten auf die Florida-Turnpike hindurch

Foto: Charles Bradley

Was man sich davon verspricht? Positionsveränderungen auf der anschließenden Gerade, "da sich ein Team womöglich für eine Abstimmung mit mehr Abtrieb für optimale Traktion entscheidet", sagt Metcalfe und unterstreicht: "Unser Ziel ist es, die Renningenieure und die Abstimmungen ihrer Fahrzeuge so stark wie möglich herauszufordern."

"Grundsätzlich handelt es sich um einen Stadtkurs mit einigen wirklich anspruchsvollen Kurven. Da würde man normalerweise eine Abstimmung mit viel Abtrieb bevorzugen. Es gibt aber auch sehr lange Geraden und Hochgeschwindigkeitskurven, die nach einer Abstimmung mit wenig Abtrieb verlangen", schildert der Designer den Kompromiss, der auf der neuesten Strecke im Formel-1-Kalender eingegangen werden muss.

Miami International Autodrome

Die Links-Haarnadel Kurve 17 gilt als die beste Überholstelle in Miami

Foto: Miami GP

"Was wir sehen wollen, sind viele unterschiedliche Herangehensweisen, um das Racing so spannend wie möglich zu gestalten", bemerkt Metcalfe. Das Miami International Autodrome wurde aber nicht nur mit Blick auf das Racing konzipiert, sondern auch mit Blick auf die Zuschauer.

"Von Beginn der Planung an haben wir Konzepte für die Rennstrecke entwickelt und überlegt, wie sich diese in ein Event für die Zuschauer integrieren lassen und wie es für die Teams und die Formel 1 gut funktionieren kann. Letzten Endes ging es um die Balance zwischen allen Eigenschaften der Strecke und des Veranstaltungsorts, um den optimalen Ansatz und die optimale Lösung zu finden", so Metcalfe.

Die Tribünentickets für den ersten Grand Prix von Miami waren im Herbst 2021 bereits innerhalb weniger Stunden nach Verkaufsstart ausverkauft.

Mit Bildmaterial von Miami GP.

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