Formel-1-Qualifying: Bernie Ecclestone will Losverfahren oder Zeitstrafen

Wie sieht wohl das künftige Formel-1-Qualifying aus? Geht es nach Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, dann kommt bald ein Modus, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt.

Denn Ecclestone hat „eine Reihe von Ideen“, wie er Motorsport.com auf Nachfrage berichtet. „Es könnte zum Beispiel ein Losverfahren geben. Die Teams aber wollen das nicht, und es ist auch nicht besonders originell“, meint Ecclestone.

Auf diese Weise würde aber sicher eine völlig unvorhersehbare Startaufstellung entstehen. Das Qualifying wäre damit allerdings hinfällig.

 

„Alternativ“, so Ecclestone weiter, „schlage ich vor, das Qualifying zu lassen, wie es ist.“ Mit einer Ausnahme: Ecclestone würde den Schnellsten kleine „Zeitstrafen“ mit auf den Weg geben.

„Wenn also jemand auf die Pole-Position fährt, könnte er anhand der Platzierung aus dem vergangenen Rennen oder anhand des aktuellen WM-Stands zwei, drei Sekunden obendrauf bekommen. Dann wäre er vielleicht nur noch Achter oder Zehnter in der Startaufstellung. All dies würde analog für alle weiteren Piloten gelten.“

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Dass seine Idee für eine gute Show sorgen könnte, will Ecclestone beim Formel-1-Auftakt in Australien beobachtet haben. Dort war Pole-Mann Hamilton in der ersten Runde auf Position sechs zurückgefallen und musste sich wieder nach vorn kämpfen.

 

„Genau das würde dann in jedem Rennen passieren. Jeder Grand Prix wäre so unterhaltsam. Mit der Ausnahme, dass zwei oder drei Fahrer durch das Feld nach vorn fahren würden“, sagt Ecclestone.

Ob sich der Formel-1-Chef mit einer seiner revolutionären Ideen durchsetzt? Für Sonntag ist jedenfalls ein Treffen mit den Verantwortlichen der beteiligten Teams und mit dem Präsidenten des Automobil-Weltverbands (FIA) geplant, um das strittige Qualifying-Thema zu besprechen.

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