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Formel-1-Regeln 2021: Was für Red Bull und gegen Mercedes spricht

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Formel-1-Regeln 2021: Was für Red Bull und gegen Mercedes spricht
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Die Formel-1-Regeln bleiben in der Saison 2021 größtenteils stabil - Toto Wolff erklärt, warum eine kleine Änderung Red Bull jedoch in die Karten spielen könnte

Mercedes hat in der Formel-1-Saison 2020 Geschichte geschrieben. Die Truppe um Teamchef Toto Wolff sicherte sich zum siebten Mal in Folge den Titel in der Konstrukteurs-WM. So eine Dominanz gab es in der Geschichte der Königsklasse noch nie. Wirklich gefährlich könnte Mercedes dabei auch kein anderes Team werden.

Red Bull war noch am nächsten dran, doch am Ende des Jahres holte Mercedes (573 Punkte) fast doppelt so viele Zähler wie die Bullen (319). Zudem konnte man 13 der 17 Saisonrennen gewinnen, lediglich zwei Siege gingen an Red Bull. Und auf dem Papier spricht nicht viel dafür, dass sich daran 2021 viel ändern wird.

Schließlich bleibt das Reglement noch ein weiteres Jahr mehr oder weniger stabil, und die Entwicklung der Boliden wurde teilweise eingefroren. Toto Wolff erklärt bei 'Sky', warum Red Bull in der neuen Saison trotzdem näher an den Serienweltmeister heranrücken könnte. "Ich versuche da immer, tiefzustapeln", gesteht Wolff.

"Auch weil ich selbst so skeptisch bin und den Feind direkt um die nächste Ecke erwarte. Das Reglement wurde geringfügig geändert für 2021", erinnert er und erklärt: "Vor dem Hinterreifen hat man quasi ein Dreieck [aus dem Unterboden] rausgeschnitten, das sogenannte 'Tyre-Seal'." Und genau das könnte ein Nachteil für Mercedes sein.

Unterboden-Regel 2021

So ändert sich der Unterboden der Formel-1-Autos zur Saison 2021

Foto: Giorgio Piola

Warum? "Mit einem wenig angestellten Auto hat dieses Rausschneiden des Unterbodens einen größeren Impact als für die Autos, die mit viel Anstellwinkel fahren", erklärt Wolff. Und der hohe Anstellwinkel ist seit Jahren ein Markenzeichen der Red-Bull-Autos. "Die Basis sollte schon da sein, dass wir weiter gewinnen können", weiß Wolff.

Allerdings werde man angesichts der Änderungen am Unterboden "vielleicht doch um ein paar Pünktchen Aerodynamik mehr zurückgeworfen als andere, was 2021 betrifft", grübelt Wolff. "Aber das muss man sportlich nehmen", weiß der Teamchef und erklärt selbstbewusst: "Wir werden 2021 aller Voraussicht nach konkurrenzfähig sein."

"Aber ich denke, dass die Fahrzeuge mit dem höheren Anstellwinkel ein wenig näher rücken werden", so der Österreicher. Gemeint ist damit natürlich in erster Linie Red Bull. Die Einschnitte am Unterboden werden übrigens nicht vorgenommen, um Mercedes künstlich einzubremsen. Das könnte allenfalls ein Nebeneffekt sein.

Vielmehr geht die Änderung auf einen Wunsch von Pirelli zurück. Der Reifenhersteller befürchtete, dass die Reifen den Belastungen der 2021er-Autos nicht mehr standhalten könnten, wenn die Entwicklung so weitergehe wie bislang. Daher wurden die Änderungen am Unterboden vorgenommen, damit die neuen Boliden etwas Abtrieb verlieren.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann