Formel-1-Teamchef: "Strafenkatalog weg, es darf krachen"

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost fordert mehr Freiheiten für die Formel-1-Fahrer auf der Strecke, weil er glaubt, der Rennserie fehlt es an Spannung.

"Die Rennen müssen mehr Unterhaltung bieten", sagt Tost im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. "Die Zuschauer wollen wechselnde Sieger, Unfälle, keine Verletzten, aber es darf krachen."

"Das höre ich immer wieder von meinen Freunden, die sagen: Früher hat's wenigstens am Start gekracht."

"Dafür muss aber der Strafenkatalog verschwinden", meint Tost und fügt hinzu: "Die Piloten sollen draußen einfach fahren. Wir brauchen keine Fahrregeln."

"Wenn du dich in der Formel 1 mit einem Gegner anlegst, gehst du das Risiko ein, dass du auch dein Auto beschädigst. Lasst die Fahrer fahren. Und wenn sie crashen, dann crashen sie. Teil des Spiels, Teil der Unterhaltung – und basta."

Aufgrund der aus seiner Sicht zu engen Verhaltensvorschriften für die Fahrer habe die Formel 1 an Reiz eingebüßt. Einzig Max Verstappen sorge in den Rennen für Action. Tost: " Hin und wieder habe ich mich gefragt: Sind die anderen nur noch Ministranten?"

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Fahrer Max Verstappen
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