Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Formel-1-Technik: Neuerungen beim Grand Prix von Malaysia

Mit welchen technischen Updates die Formel-1-Teams auf dem modifizierten Sepang International Circuit in Malaysia antreten, erklären Giorgio Piola und Matt Somerfield in Wort und Bild!

Mercedes F1 W07 Hybrid: Frontflügel

Mercedes F1 W07 Hybrid: Frontflügel
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Mercedes hat in Malaysia einen neuen Frontflügel für den F1 W07 dabei. Dabei wurde ein ursprünglich von Toro Rosso erdachtes Heckflügel-Konzept für den Frontflügel angepasst. Das äußere Flügelprofil mitsamt äußerer Endplatte ist nun klar abgetrennt vom inneren Flügelprofil. Mit diversen Metallstützen wird die Stabilität der Konstruktion unter dem Einfluss des Luftstroms sichergestellt. Der neue Flügel wurde im Freien Training getestet, ist aber als 1. Test für 2017 zu verstehen und wird im Rennen nicht eingesetzt.

Ferrari SF16-H: Splitter

Ferrari SF16-H: Splitter
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Ferrari hat nach der jüngsten Umstrukturierung der Technikabteilung auch für den Grand Prix von Malaysia kleinere Updates dabei. So gibt es an der Oberseite des Splitters im vorderen Bereich des Unterbodens nun längere vertikale Finnen (gelb markiert). Durch diese minimale Veränderung der Aerodynamik am SF16-H soll der Luftstrom in Richtung der großen Windabweiser (Bargeboards) verbessert werden.

Ferrari SF16-H: Luftleitelemente am Chassis

Ferrari SF16-H: Luftleitelemente am Chassis
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Zudem fällt auf, dass die in Silverstone eingeführten Luftleitelemente am Chassis (Pfeil) nach Spa und Monza nun auch in Sepang fehlen. Dies lässt darauf schließen, dass man es auf einen höheren Top-Speed abgesehen hat.

Williams FW38: Frontflügel

Williams FW38: Frontflügel
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Williams hatte schon in Singapur einen neuen Frontflügel dabei. Ob er auch in Sepang eingesetzt wird, bleibt abzuwarten. Der Flügel hat am Einschnitt des oberen Flaps 5 Zähne. Damit folgt man den Beispielen Mercedes, Red Bull und Ferrari. Die Williams-Variante unterscheidet sich dahingehend, dass die vergleichsweise großen Zähne nur am Einschnitt angebracht sind und sich nicht über eine beträchtliche Länge des vorletzten Flaps erstrecken. Im Zusammenspiel mit den vertikalen Luftleitelementen soll so der Luftstrom unter dem Frontflügel verbessert werden.

Toro Rosso STR11: Heckflügel

Toro Rosso STR11: Heckflügel
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Toro Rosso setzt in Malaysia einen neuen Heckflügel am STR11 ein. Dieser scheint ein Kompromiss zwischen Abtrieb und Luftwiderstand zu sein. Das Flügelprofil ist mittig nach oben gezogen und fällt seitlich nach außen ab. Zudem wurde ein breiterer V-Einschnitt in das obere Flügelprofil eingelassen. An den seitlichen Endplatten sind 3 Einschnitte zu sehen, die Luftverwirbelungen in diesem Bereich minimieren sollen.

McLaren MP4-31: Heckflügel

McLaren MP4-31: Heckflügel
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McLaren hatte bereits im Freien Training zum Grand Prix von Singapur einen neuen Heckflügel für den MP4-31 von Fernando Alonso dabei. Der vom Design her an Toro Rosso angelehnte Flügel löst jenen ab, der ...

McLaren MP4-31: Heckflügel, GP Österreich

McLaren MP4-31: Heckflügel, GP Österreich
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... beim Grand Prix von Österreich mit viel Vorschusslorbeeren präsentiert wurde. Diese hier gezeigte, aggressive und komplexe Heckflügel-Konstruktion wurde nicht weiter verfolgt, da der gewünschte Performance-Sprung ausblieb. Beim Grand Prix von Malaysia werden aller Voraussicht nach sowohl Alonso als auch Jenson Button auf den in Singapur getesteten Flügel zurückgreifen.

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung GP Malaysia
Rennstrecke Sepang International Circuit
Teams Ferrari , Williams , McLaren , Toro Rosso , Mercedes
Artikelsorte Fotostrecke
Tags aerodynamik, analyse, design, f1, malaysia, piola, sepang, technik, updates, upgrades
Topic Formel-1-Technik mit Giorgio Piola