Formel-1-Technik: Wie die Teams in Singapur die Bremsen in den Griff bekamen

geteilte inhalte
kommentare
Formel-1-Technik: Wie die Teams in Singapur die Bremsen in den Griff bekamen
Giorgio Piola
Autor: Giorgio Piola
Co-Autor: Matt Somerfield
Übersetzung: Petra Wiesmayer
20.09.2016, 16:21

Marina Bay ist für Ingenieure und Fahrer gleichermaßen eine Herausforderung, nicht nur, weil der Straßenkurs Mut erfordert, sondern auch, weil die Temperaturen und Luftfeuchtigkeit beim Nachtrennen einzigartig sind.

Fotostrecke
Liste

Mercedes AMG F1 W07 Hybrid: Bremse

Mercedes AMG F1 W07 Hybrid: Bremse
1/5

Foto: : Giorgio Piola

Mercedes schien seinen Fahrern das gesamte Rennen über immer wieder zu sagen, dass sie die Bremsen schonen sollten, denn schon im vergangenen Jahr waren die ein Schwachpunkt der Silberpfeile. Trotzdem entschied man sich auch in diesem Jahr gegen größere Kühlöffnungen und setzte auf die gleiche, relativ kleine Kühlung, bei der die heiße Luft der Bremsen sofort aus dem Rad geleitet wird und nicht in der Bremstrommel eingeschlossen wird, um die Brems- und Reifentemperatur zu kontrollieren.

Mercedes, Bremsen, SIngapur

Mercedes, Bremsen, SIngapur
2/5

Foto: : Giorgio Piola

Interessanterweise setzte das Team nicht die größeren Lufteinlässe wie bei anderen Rennen in dieser Saison ein, obwohl es diese Lösung im Freien Training am Freitag getestet hat.

Red Bull Racing RB12: Vorderradbremse, Vergleich

Red Bull Racing RB12: Vorderradbremse, Vergleich
3/5

Foto: : Giorgio Piola

Red Bull Racing setzte beim vorhergehenden Rennen in Monza auf eine neue Bremskühlung, die für das Rennen in Singapur so verfeinert wurde, dass der Abstand zwischen der Bremstrommel und der Felge vergrößert wurde. Dadurch änderte sich auch die Art, wie das Rad und der Reifen beim Bremsen aufgeheizt werden, was eine direkte Auswirkung auf die Leistung und den Reifenabbau hat.

Ferrari SF16-H: Bremsen

Ferrari SF16-H: Bremsen
4/5

Foto: : Giorgio Piola

Während Mercedes und Red Bull Racing offenbar versuchen, auch bei den Bremsen Gewicht zu reduzieren, hält Ferrari die Teile gerne etwas robuster. Das schadet zwar der Leistung etwas, erhöht aber die Zuverlässigkeit und Ferrari hat somit selten Probleme.

Bremse, Vergleich

Bremse, Vergleich
5/5

Foto: : Giorgio Piola

Im Gegensatz zu Mercedes haben Red Bull Racing und Ferrari eine "aufgeblasene" Achse, die den Luftstrom am Ende der Achse ausstößt. Daher scheint es oft, als würde Mercedes die Bremsen weniger kühlen, im Grunde sind aber alle drei Lösungen sehr ähnlich. Die Probleme, die Mercedes in Singapur zu haben schien, waren im Grunde nur eine immer wiederkehrende Erinnerung an die Piloten, alles unter Kontrolle zu halten, um sich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können.

Nächster Formel 1 Artikel
Kann Red Bull Racing in dieser Saison noch einen Sieg feiern?

Previous article

Kann Red Bull Racing in dieser Saison noch einen Sieg feiern?

Next article

Sebastian Vettel: "Wenn wir alles richtig hinbekommen…"

Sebastian Vettel: "Wenn wir alles richtig hinbekommen…"
Kommentare laden