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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Formel-1-Technik: Wie in Ungarn Zusatzabtrieb generiert wurde

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Formel-1-Technik: Wie in Ungarn Zusatzabtrieb generiert wurde
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Co-Autor: Matthew Somerfield
31.07.2018, 07:55

Für den kurvenreichen Hungaroring hatten die Teams der Formel 1 2018 etliche Sonderentwicklungen dabei, die für zusätzlichen Abtrieb sorgten

Der Hungaroring bei Budapest in Ungarn gilt als "Monaco ohne Mauern". Denn auf der kurvenreichen Strecke ist vor allem eines gefragt: Abtrieb. Aerodynamische Effizienz wird dort also groß geschrieben. So sehr, dass die Teams der Formel 1 2018 etliche Zusatzflügel an ihren Fahrzeugen angebracht haben, um den Fahrern noch mehr Grip zu bescheren. Und die entsprechenden Lösungen waren vielfältig, wie unsere Zusammenstellung zeigt.

Red Bull hat sich beispielsweise einmal mehr als kreativ erwiesen. Das Team arbeitet ohnehin stets sehr intensiv daran, seine aerodynamische Leistung zu verbessern, weil es aufgrund der Renault-Antriebe einen vermeintlichen Nachteil gegenüber Ferrari und Mercedes hat. Und in Ungarn hat Red Bull ein spezielles Paket für hohen Abtrieb eingesetzt.

Der Red Bull RB14 wurde mit einem neuen Heckflügel ausgestattet, außerdem installierten die Ingenieure noch einen T-Flügel (roter Pfeil) und einen kleinen Flügel (blauer Pfeil), der in Position und Form an den sogenannten Monkey-Seat der vergangenen Saison erinnert. Für 2018 wurde der Monkey-Seat jedoch per Reglement in seiner Funktion beschnitten, damit im Bereich des Auspuffs nicht zu sehr mit dem Abgasstrom experimentiert wird. Doch die Grundidee kehrte nun am RB14 zurück in die Formel 1.

Red Bull RB14 rear wing monkey seat

Red Bull RB14 rear wing monkey seat

Foto: Giorgio Piola

Der Monkey-Seat am Auto von Daniel Ricciardo und Max Verstappen dient in erster Linie dazu, für mehr Stabilität zu sorgen, wenn – wie am Hungaroring – ein aggressiv designter Heckflügel verwendet wird. Einen T-Flügel sieht man hingegen in ähnlicher Form auch bei vielen anderen Teams. Mit dem T-Flügel lässt sich zusätzlicher Abtrieb generieren, was mehr wert ist als der Luftwiderstand, der dadurch ebenfalls entsteht.

Auch Force India hat die Aerodynamik seines Fahrzeugs optimiert, obwohl in der ersten Saisonhälfte das Geld knapp war beim indisch-britischen Rennstall. Deshalb gelang es Esteban Ocon und Sergio Perez nicht, an die erfolgreichen Jahre vor 2018 anzuknüpfen: Updates ließen meist länger auf sich warten, als das ursprünglich geplant war – und wurden auch nur dann eingesetzt, wenn ein Leistungszugewinn zweifelsfrei in Aussicht stand.

Force India VJM11 high downforce rear wing comparison

Force India VJM11 high downforce rear wing comparison

Foto: Giorgio Piola

Für Ungarn wurde der VJM11 mit einem doppelten T-Flügel versehen, wie schon beim Stadtrennen in Monte Carlo. Andernorts fuhr Force India zwar ebenfalls mit einem T-Flügel, allerdings in einfacher Ausfertigung mit nur einem Profil (kleines Bild, roter Pfeil). Nur im Training testete das Team zudem ein kleines Monkey-Seat-Winglet, das an der Heckflügel-Halterung über dem Auspuff angebracht war (kleines Bild, blauer Pfeil). Im Rennen wurde diese Vorrichtung nicht eingesetzt.

Formel-1-Sorgenkind Williams – das Traditionsteam belegt nach der ersten Saisonhälfte den letzten Platz in der Konstrukteurswertung – hatte schon in Hockenheim ein umfangreiches Update-Paket an den Start gebracht. Ein neuer Frontflügel sorgte für mehr Stabilität im Auto. In Budapest folgte ein neuer, großer T-Flügel (blauer Pfeil). Zu jeder Seite der Motorhaube gab es zwei Flügelflächen, die außen von Endplatten begrenzt wurden.

Williams FW41 Rear Wing, T-Wing and Cooling, Hungarian GP

Williams FW41 Rear Wing, T-Wing and Cooling, Hungarian GP

Foto: Giorgio Piola

Das untere Flügelprofil dient dazu, den Luftstrom über dem Seitenkasten und damit auch ausströmende, heiße Luft zielgerichtet nach hinten zu leiten. Dazu wurden auch die Kühlöffnungen vergrößert, wie zuletzt in Bahrain (kleines Bild, roter Pfeil).

Das obere Flügelprofil wiederum steht etwas mehr im Fahrtwind und funktioniert daher wie ein normaler T-Flügel. In der Williams-Variante ist das obere Profil mit einem langen Einschnitt versehen. Ziel der Konstruktion ist eine verbesserte Anströmung des Heckflügels.

Und auch der Heckflügel selbst war verändert worden: Statt der sogenannten Löffel-Version kam in Ungarn ein konventionelles Heckflügel-Design zum Einsatz (grüner Pfeil). Davon versprach sich Williams mehr Abtrieb, was aber auf Kosten eines höheren Luftwiderstands ging. Um den Luftwiderstand wieder etwas zu reduzieren, wurden an den seitlichen Endplatten des Heckflügels nach vorne offene Lamellen verbaut.

Die Updates der Teams:

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event GP Ungarn
Autor Giorgio Piola