Formel-1-Test in Barcelona: Max Verstappen Schnellster am Schlusstag

Drei Tage nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg fährt Max Verstappen die Tagesbestzeit beim Barcelona-Test, Sebastian Vettel bleibt Gesamtschnellster.

Max Verstappen und der Circuit de Barcelona-Catalunya, das passt! Nur drei Tage, nachdem der 18-jährige Niederländer sensationell den Grand Prix von Spanien gewann, fuhr er am Steuer seines Red Bull RB12 die schnellste Runde am zweiten Tag des ersten In-Season-Tests im Formel-1-Jahr 2016.

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Etwa eine Stunde vor der Mittagspause legte Verstappen mit Soft-Reifen eine Rundenzeit von 1:23,267 Minuten hin. Diese Marke überdauerte den Tag als Bestmarke. Im Vergleich zur Dienstagsbestzeit von Sebastian Vettel (Ferrari) fehlten dem Red-Bull-Youngster ganze 0,047 Sekunden. Vettel wird somit als Gesamtschnellster des zweitägigen Tests notiert.

Tagesbestzeit für Red Bull mit neuer Motorenausbaustufe

Verstappens Mittwochsbestzeit kam mit der Motorenausbaustufe von Renault zustande. Diese steht (unter der Bezeichnung TAG Heuer) nicht nur Red Bull Racing zur Verfügung. Auch das Renault-Werksteam kam bei den Testfahrten erstmals in den Genuss der zusätzlichen PS. Dies machte sich vor allem bei den Topspeed-Messungen bemerkbar.

In puncto schnellster Rundenzeit schloss Renault-Stammfahrer Kevin Magnussen den Mittwoch auf Platz acht ab. Der Rückstand des Dänen auf Red-Bull-Pilot Verstappen betrug 1,866 Sekunden.

Platz zwei der Zeitenliste wurde am Mittwoch von McLaren-Testfahrer Stoffel Vandoorne belegt. Der Belgier war auf seiner persönlich schnellsten Runde (1:24,006 Minuten) wie schon McLaren-Stammfahrer Jenson Button am Dienstag mit den Supersoft-Reifen unterwegs.

Pascal Wehrlein im Mercedes-Cockpit

Drittschnellster am zweiten und gleichzeitig letzten Testtag des Jahres in Barcelona war Pascal Wehrlein mit einer Zeit von 1:24,145 Minuten. Anders als noch am Dienstag saß der amtierende DTM-Champion allerdings nicht im Cockpit seines Manor, sondern im Mercedes. Mit 133 Runden war Wehrlein der fleißigste Fahrer des Tages.

Das Weltmeisterteam hatte Wehrlein in letzter Minute dem ursprünglich geplanten Esteban Ocon vorgezogen, weil man für die Evaluierung neuer Teile einen Fahrer mit mehr Erfahrung haben wollte. Sowohl Wehrlein als auch Ocon gehören dem Mercedes-Nachwuchskader an. Ocon ist jedoch parallel der offizielle Testfahrer bei Renault.

Die Plätze vier und fünf des Mittwochsklassement wurden von Esteban Gutierrez (Haas) und Ferrari-Testfahrer Antonio Fuoco belegt.

Zwei Unterbrechungen am Schlusstag

Zweimal wurde der Testbetrieb mit der Roten Flagge unterbrochen. Am Vormittag testete Manor-Testfahrer Jordan King das Kiesbett in Kurve 7 und schaufelte dabei einiges an Kies auf die Strecke. Am Nachmittag blieb der Toro Rosso STR11 mit dem zum Team zurückgekehrten Daniil Kvyat am Steuer auf der Strecke liegen. In der Zeitentabelle landete Kvyat auf Platz sechs.

Für Force India verrichtete wie schon am Dienstag Testfahrer Alfonso Celis (7.) die Arbeit. Bei Williams saß Stammfahrer Felipe Massa (9.) im Cockpit. Der erfahrene Brasilianer war genau wie Testfahrer Alex Lynn tags zuvor mit dem "Doppeldecker"-Heckflügel unterwegs, um Daten im Hinblick auf die Entwicklung des 2017er Autos zu sammeln.

Damit ist der Barcelona-Test abgeschlossen. Der nächste In-Season-Test geht im Juli in Silverstone über die Bühne.

Die Rundenzeiten vom Barcelona-Test (Mittwoch):

Pos. Fahrer Team Zeit Rückstand Runden
1  Max Verstappen Red Bull  1:23,267    118
2  Stoffel Vandoorne McLaren  1:24,006  0,739  108
3  Pascal Wehrlein Mercedes  1:24,145  0,878  133
4  Esteban Gutierrez Haas  1:24,592  1,325  105
5  Antonio Fuoco Ferrari  1:24,720  1,453  118
6  Daniil Kvyat Toro Rosso  1:24,737  1,470  116
7  Alfonso Celis Force India  1:25,016  1,749  103
8  Kevin Magnussen Renault  1:25,133  1,866  122
9  Felipe Massa Williams  1:27,167  3,900  94
10  Jordan King Manor  1:27,615  4,348  91
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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung Formel-1-Test in Barcelona, Mai
Rennstrecke Circuit de Barcelona-Catalunya
Fahrer Max Verstappen
Teams Red Bull Racing
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