Formel-1-Test in Silverstone: Britisches Wetter und Alonso-Bestzeit

Fernando Alonso am ersten Tag des Silverstone-Tests der Schnellste – Regen am Nachmittag – Mercedes mit Doppelprogramm – Nikita Mazepin und Santino Ferrucci mit ersten Formel-1-Runden.

Zehn der elf Formel-1-Teams sind nach dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone geblieben, um am Dienstag und Mittwoch Testfahrten durchzuführen. Sauber ist aus Kostengründen als einziges Team nicht mehr vor Ort.

Die erste Tagesbestzeit holte sich Fernando Alonso im McLaren-Honda, wobei die reinen Rundenzeiten diesmal noch weniger im Vordergrund stehen als es bei Testfahrten ohnehin der Fall ist. Lediglich McLaren, Toro Rosso, Manor und Mercedes setzten am Dienstag einen Formel-1-Stammfahrer ins Cockpit. Die übrigen Teams ließen Nachwuchspiloten ran.

Fotos: Formel-1-Test in Silverstone

Alonso setzte die Bestzeit von 1:31,290 Minuten bereits am Vormittag. Am Nachmittag regnete es, weshalb Alonso die Tagesbestzeit sicher hatte. Neben dem McLaren-Stammfahrer waren Carlos Sainz Jr. (Toro Rosso; 6.) und Rio Haryanto (Manor; 9.) die einzigen weiteren Piloten, die in ihrem angestammten Cockpit saßen.

Mercedes mit Doppelprogramm

Bei Mercedes kamen sowohl Pascal Wehrlein, der seine Rookie-Saison in der Königsklasse für Manor absolviert, als auch Esteban Ocon, zum Zug. Für Ocon war es der erste Mercedes-Einsatz in der Formel 1 und bei diesem war er mit 123 zurückgelegten Runden gleich mal der fleißigste Fahrer des Tages. Mit einem Rückstand von 1,5 Sekunden beendete Ocon den Tag als Zweitschnellster hinter Alonso.

Während der in DTM für Mercedes fahrende Franzose im aktuellen Formel-1-Silberpfeil F1 W07 seine Runden drehte, konzentrierte sich Wehrlein im F1 W05 aus der Saison 2014 darauf, Reifentests für Pirelli im Hinblick auf die Saison 2017 zu fahren. Als nach der Mittagspause der Regen einsetzte, ging Wehrlein jedoch nicht mehr auf die Strecke.

Bei Ferrari saß Charles Leclerc im Cockpit. Der 18-jährige Monegasse hatte am vergangenen Freitag des erste Freie Training zum Grand Prix von Großbritannien für das Ferrari-Kundenteam Haas F1 absolviert. Im Ferrari SF16-H brachte es Leclerc auf Platz vier der Zeitentabelle hinter Alex Lynn, der für Williams ins Lenkrad griff.

Formel-1-Premiere für Mazepin und Ferrucci

Bei Force India drehte der 17-jährige Russe Nikita Mazepin seine ersten Formel-1-Runden, bei Haas F1 der 18-jährige US-Amerikaner Santino Ferrucci. Die beiden Youngster reihten sich auf den Plätzen fünf und sieben der Tageswertung ein.

Am Ende der Zeitenliste: Sergey Sirotkin, der für Renault testete, und Pierre Gasly, der für Red Bull ins Lenkrad griff. Der Franzose gewann am Wochenende sein erstes GP2-Rennen und war am Morgen auf seiner Installationsrunde mit dem Cockpitschutz Halo am RB12 unterwegs. Ob dieser Cockpitschutz tatsächlich zur Formel-1-Saison 2017 eingeführt wird, ist aber noch offen und dies liegt nicht zuletzt an Red Bull.

Für die zehn in Silverstone anwesenden Teams geht der Test am Mittwoch zu Ende. Gemäß Planung kommen dann auch bei Ferrari (Kimi Räikkönen), Williams (Valtteri Bottas) und Renault (Jolyon Palmer) Stammfahrer zum Einsatz.

Die Rundenzeiten beim Silverstone-Test (Dienstag):

Pos.FahrerTeamZeitAbstandRunden
1  Fernando Alonso McLaren 1:31,290   105
2  Esteban Ocon Mercedes 1:32,833 1,543 123
3  Alex Lynn Williams 1:34,433 3,143 54
4  Charles Leclerc Ferrari 1:34,446 3,156 19
5  Nikita Mazepin Force India 1:34,521 3,231 35
6  Carlos Sainz Jr. Toro Rosso 1:34,643 3,353 91
7  Santino Ferrucci Haas 1:34,866 3,576 55
8  Pascal Wehrlein Mercedes 1:34,982 3,692 48
9  Rio Haryanto Manor 1:35,631 4,341 64
10  Sergey Sirotkin Renault 1:36,575 5,285 48
11  Pierre Gasly Red Bull 1:43,891 12,601 52
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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung Test in Silverstone, Juli
Rennstrecke Silverstone Circuit
Artikelsorte Testbericht
Tags cockpitschutz, f1, halo, pirelli, reifen, silverstone, testfahrten