Fotostrecke: Top-10-Ereignisse der 2010er-Jahre, an die sich keiner erinnert

Zehn kuriose Ereignisse aus den vergangenen zehn Jahren, die du garantiert schon wieder vergessen hast: Ricciardo bei HRT und das sagenhafte Eliminations-Qualifying

Fotostrecke: Top-10-Ereignisse der 2010er-Jahre, an die sich keiner erinnert

Die Formel 1 hat in den vergangenen zehn Jahren einige Schlagzeilen generiert. An viele Dinge erinnert man sich noch, andere Ereignisse wirken aus heutiger Sicht so unglaubwürdig, dass die meisten Fans sie schon wieder vergessen haben - wenn sie überhaupt davon wussten.

Da wäre zum Beispiel Daniel Ricciardo. Von Toro Rosso zu Red Bull und dann zu Renault - klingt wie eine typische Formel-1-Karriere eines Juniors aus dem Red-Bull-Programm. Woran sich heute aber kaum einer mehr erinnert: Der Australier begann seine Karriere nicht bei Toro Rosso sondern beim Hinterbänklerteam HRT.

Damals ersetzte er nach einer halben Saison den Inder Narain Karthikeyan und startete so seine Formel-1-Karriere. Gegen Karthikeyan hat Ricciardo übrigens auch seine schlechteste Quote aller Teamkollegen: 100 Prozent Niederlagen. Zwar fuhren die beiden nur ein gemeinsames Rennen, doch in dem kam Ricciardo hinter dem Inder ins Ziel.

Weitere Ereignisse des vergangenen Jahrzehnts, die du wahrscheinlich schon wieder vergessen hast, erfährst du in unserer Top-10-Fotostrecke.

#1 Sieben Deutsche gleichzeitig am Start
#1 Sieben Deutsche gleichzeitig am Start
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Foto: : XPB Images

Das waren noch Zeiten! 2010 fuhren zeitweise sieben deutsche Piloten gleichzeitig in der Formel 1: Nico Rosberg (Mercedes), Nico Hülkenberg (Williams), Timo Glock (Virgin), Adrian Sutil (Force India), Nick Heidfeld (Sauber), Michael Schumacher (Mercedes) und Sebastian Vettel (Red Bull).
#1 Sieben Deutsche gleichzeitig am Start
#1 Sieben Deutsche gleichzeitig am Start
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Foto: : Joe Portlock / Motorsport Images

Vom damaligen Boom ist mittlerweile nicht mehr viel übrig. 2019 waren mit Vettel und Hülkenberg nur noch zwei Deutsche am Start, 2020 hält Vettel die deutsche Fahne alleine hoch. Und wer weiß, wie lange er noch bleibt. Viele Fans hoffen, dass Mick Schumacher wieder einen Boom auslösen kann.
#2 Daniel Ricciardo bei HRT
#2 Daniel Ricciardo bei HRT
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Foto: : Sutton Images

Jeder muss einmal klein anfangen. Doch während die meisten Red-Bull-Junioren über Toro Rosso einsteigen, musste Daniel Ricciardo noch eine Stufe darunter beginnen. Bei Hinterbänkler HRT ersetzte er Narain Karthikeyan zu Saisonmitte. Fun Fact: Im einzigen gemeinsamen Rennen landete er hinter dem Inder.
#2 Daniel Ricciardo bei HRT
#2 Daniel Ricciardo bei HRT
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Foto: : Mark Sutton / Motorsport Images

Aus dem Bub mit den Locken und der Zahnspange ist mittlerweile ein Rennsieger und gestandener Formel-1-Pilot geworden. Renault ließ sich die Dienste des Australiers einiges kosten und eiste ihn mit einem Luxusvertrag von Red Bull los - bislang jedoch ohne sportlichen Erfolg.
#3 US F1
#3 US F1
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Foto: : Nigel Kinrade / Motorsport Images

Drei neue Teams stiegen zur Saison 2010 ein, doch eigentlich hätte es noch eines mehr sein müssen. US F1 hatte große Pläne und mit dem späteren Tourenwagen-Weltmeister Jose-Maria Lopez auch schon einen Fahrer unter Vertrag. Doch aufgrund finanzieller Probleme scheiterte das Projekt vor dem ersten Rennen.
#3 US F1
#3 US F1
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Foto: : XPB Images

Seitdem versuchten viele Teams in die Formel 1 zu kommen, doch weder Stefan GP oder Forza Rossa setzten je einen Reifen auf die Strecke. Überhaupt hat es seitdem nur ein neues Team gegeben: Haas. Damit ist das amerikanische Team zumindest doch noch nachträglich in Erfüllung gegangen.
#4 Jules Bianchi statt Luiz Razia
#4 Jules Bianchi statt Luiz Razia
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Foto: : XPB Images

Du hast noch nie von Luiz Razia gehört? Macht nichts! Doch eigentlich hätte der Brasilianer 2013 als amtierender Vizemeister der GP2-Serie in die Formel 1 einsteigen sollen. Razia wurde bei Marussia schon als Teamkollege von Max Chilton verkündet.
#4 Jules Bianchi statt Luiz Razia
#4 Jules Bianchi statt Luiz Razia
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Foto: : Sutton Images

Doch angebliche Probleme mit Sponsoren führten noch vor dem ersten Rennen zur Auflösung des Vertrags. Das war die Chance für den jungen Jules Bianchi, der sportlich zu überzeugen wusste und für viele ein zukünftiger Kandidat für Ferrari gewesen wäre. Wenn da nicht Suzuka dazwischengekommen wäre ...
#5 Es gab ein Rennen in Indien und Südkorea
#5 Es gab ein Rennen in Indien und Südkorea
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Foto: : XPB Images

Die Asienexpandierung nahm zu Beginn des neuen Jahrzehnts neue Ausmaße an. 2010 fuhr man erstmals in Südkorea, ein Jahr später in Indien. Vor allem Südkorea sorgte für Schlagzeilen, weil man eine Stadt um die Strecke bauen wollte. Die gibt es bis heute nicht ...
#5 Es gab ein Rennen in Indien und Südkorea
#5 Es gab ein Rennen in Indien und Südkorea
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Foto: : Sutton Images

Überhaupt fahren heute nur noch kleine nationale Serien durch Yeongam. In Indien sieht es nicht besser aus. Nur dreimal war die Formel 1 auf der 280 Millionen Dollar teuren Strecke zu Gast, seitdem ist Ebbe. Das einzige was in den Köpfen bleibt: Steuerdiskussionen und eine Menge Smog.
#6 Witali Petrow auf dem Podium
#6 Witali Petrow auf dem Podium
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Foto: : Sutton Images

Ja, das ist tatsächlich passiert. Als Renault nach dem Rallyecrash von Robert Kubica unter Schock stand, fuhr der Russe beim Saisonauftakt 2011 in Australien auf Rang drei und sorgte so für eine der größten Überraschungen bei der Champagnerzeremonie in diesem Jahrzehnt.
#6 Witali Petrow auf dem Podium
#6 Witali Petrow auf dem Podium
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Foto: : XPB Images

Petrows bekannteste Formel-1-Leistung war jedoch im Rennen zuvor, als er Fernando Alonso in Abu Dhabi verzweifeln ließ und den WM-Titel versaute. Nach einem punktelosen Jahr bei Caterham verließ er die Königsklasse und war auch ein Jahr lang DTM-Pilot. Heute fährt er in der Langstrecken-WM.
#7 Doppel-Lotus in der Formel 1
#7 Doppel-Lotus in der Formel 1
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Foto: : XPB Images

Wenn wir einmal bei Petrows Ex-Teams sind, kommen wir zum Thema, dass sich gleich zwei Teams gleichzeitig Lotus nennen wollten. Doch wer war das echte? Darüber streiten sich Fans bis heute. Das spätere Caterham-Team nannte sich 2010 zuerst so, erfolgreicher war jedoch das andere.
#7 Doppel-Lotus in der Formel 1
#7 Doppel-Lotus in der Formel 1
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Foto: : XPB Images

In Enstone nahm man 2011 die bekannte Lackierung des Original-Lotus-Teams an und nannte sich Lotus-Renault. Das war für viele verwirrend, weil das grüne Lotus-Team auch existierte. Heute gibt es keines von beiden mehr: Caterham ging pleite, Enstone-Lotus verkaufte das Team wieder an Renault zurück.
#8 Elimination-Qualifying
#8 Elimination-Qualifying
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Foto: : XPB Images

Eine der absoluten Schnapsideen, die nach hinten losgegangen ist. Nur zwei Wochen vor dem Saisonstart 2016 führte man in der Formel 1 eine Art Ausscheidungs-Qualifying ein. Dass immer nach einer gewissen Zeit das langsamte Auto ausscheiden sollte, klang in der Theorie ganz gut ...
#8 Elimination-Qualifying
#8 Elimination-Qualifying
16/20

Foto: : XPB Images

... in der Praxis war es jedoch ein Desaster. Zwar gab es in den ersten Minuten einer Session Spannung, doch weil am Ende keiner mehr fuhr, standen die Positionen schnell fest und es gab gähnende Langeweile. Nach nur zwei Rennen sah man den Fehler ein und setzte auf das bewährte System.
#9 Will Stevens fährt für zwei Teams
#9 Will Stevens fährt für zwei Teams
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Foto: : XPB Images

Okay, Hand hoch, wer wusste, dass Will Stevens ein Formel-1-Fahrer war. Und beide Hände hoch, wer wusste, dass er sogar für gleich zwei Teams Rennen bestritt. Niemand hatte den Briten auf dem Radar, als er in Abu Dhabi 2014 das letzte Rennen für das insolvente Caterham-Team bestreiten durfte.
#9 Will Stevens fährt für zwei Teams
#9 Will Stevens fährt für zwei Teams
18/20

Foto: : XPB Images

Ein Jahr später kehrte Stevens sogar als Stammfahrer in die Formel 1 zurück. Doch mit dem komplett hoffnungslosen Manor-Marussia-Team, das sogar in Australien nicht zum Qualifying antreten konnte, fuhr er dem Feld weit hinterher. Seine Formel-1-Karriere bleibt in den Geschichtsbüchern eine Fußnote.
#10 Doppelte Punkte in Abu Dhabi 2014
#10 Doppelte Punkte in Abu Dhabi 2014
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Foto: : XPB Images

Um die Weltmeisterschaft spannender zu gestalten, wollte Bernie Ecclestone in den letzten drei Rennen doppelte Punkte vergeben. Die Idee kam jedoch gar nicht gut an. Schließlich einigte man sich auf einen Kompromiss: Nur das letzte Rennen sollte doppelt zählen.
#10 Doppelte Punkte in Abu Dhabi 2014
#10 Doppelte Punkte in Abu Dhabi 2014
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Foto: : XPB Images

Spannend wurde es dadurch aber nicht. Weil Nico Rosberg schon früh ein Defekt ereilte, spazierte Lewis Hamilton ungefährdet zum ersten Mercedes-Titel. Die Formel 1 ließ die Idee schon im kommenden Jahr wieder fallen, sodass Hamilton der einzige Pilot bleibt, der 50 Punkte in einem Rennen geholt hat.

Mit Bildmaterial von HRT.

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