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Fritz Enzinger: Seine schönste Erinnerung an Niki Lauda

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Fritz Enzinger: Seine schönste Erinnerung an Niki Lauda
Autor:
24.05.2019, 12:17

Porsche-Motorsportchef Fritz Enzinger erinnert sich an eine ganz besondere Begegnung mit Niki Lauda im Paddock des Grand Prix von Österreich 2015

Österreich mag keine wirtschaftliche Weltmacht sein, und in politischer Hinsicht ist das kleine Land dieser Tage wohl nicht einmal mehr eine Bananenrepublik. Aber im Motorsport, da ist Österreich wer. Niki Lauda war einer der vielen Österreicher in einflussreicher Position, an der Spitze des in der Formel 1 dominanten Mercedes-Teams. Und Fritz Enzinger ist ein weiterer.

Enzinger führte Porsche von 2015 bis 2017 zu drei Siegen bei den 24 Stunden von Le Mans. 2015 war insofern eine ganz besondere Sternstunde, als beim ersten Porsche-Triumph nach 17 Jahren mit Nico Hülkenberg (gemeinsam mit Earl Bamber und Nick Tandy) ein Formel-1-Pilot am Steuer des siegreichen 919 Hybrid saß - und die mediale Aufmerksamkeit dementsprechend groß war.

Eine Woche nach Le Mans stand der Grand Prix von Österreich in Spielberg auf dem Programm. Und Porsche-LMP1-Chef Enzinger, ein gebürtiger Steirer, nutzte die Gelegenheit, sich unweit seiner Heimat im Formel-1-Paddock blicken zu lassen und abends trotzdem zu Hause schlafen zu können.

Womit er nicht gerechnet hatte: Als er in den Paddock kam, lief ihm direkt Lauda über den Weg. Den kannte er bis dahin "nur flüchtig" und als "eher cool". Aber nach dem Le-Mans-Sieg habe der Mercedes-Boss dem Porsche-Manager "überschwänglich" gratuliert: "Er hat mich begrüßt und mir vorgeschwärmt, dass er fast alles gesehen hat."

"Er kam richtig ins Schwärmen: 'Wie kann das sein, dass du ein neues Team aufbaust und schon im zweiten Jahr Le Mans gewinnst?'", erinnert sich Enzinger. "Burghard Hummel stand neben mir. Der war auch völlig baff: 'Sag einmal, Fritz, was hat denn der Niki jetzt gehabt?' Weil er so emotional war."

Am meisten überraschte Enzinger damals, wie gut informiert Lauda über Le Mans war: "Vermutlich, weil sein Sohn Mathias in der GTE-Am-Klasse gefahren ist. Da hat er WEC geschaut, und so hat er auch mitgekriegt, was wir so treiben. Und wir haben 2015 sechs von acht Rennen gewonnen - darunter eben auch Le Mans."

Schöner Zufall am Rande: Enzinger war auch vor Ort (als Zuschauer), als Lauda 1984 zum ersten und einzigen Mal seinen Heim-Grand-Prix in Zeltweg gewonnen hat. Lauda fuhr damals für das McLaren-Team - und hatte einen TAG-Porsche-Motor im Heck.

"Niki Lauda", sagt er, "ist für jeden Österreicher ein Hero. Wenn dir der so überschwänglich zum Le-Mans-Sieg gratuliert, macht einen das schon stolz. Das kann man auf dem Foto richtig schön sehen. Man sieht, wie er in dem Moment war. Und das bedeutet mir viel. Weil Niki nicht gerade dafür bekannt war, ein emotionaler Typ zu sein."

Übrigens: Die dramatische Geschichte um Fritz Enzingers Zeit an der Spitze von Porsche Motorsport und im Volkswagen-Konzern mit vielen bisher nicht erzählten Anekdoten und Hintergründen auf dem Weg zum Triumph in Le Mans veröffentlichen wir ab 29. Mai in einer faszinierenden sechsteiligen Interviewserie auf unserem Schwesterportal 'Motorsport-Total.com'.

Dabei darf die wahre Geschichte, wie knapp Porsche wirklich dran war, in die Formel 1 einzusteigen (geplante Veröffentlichung am 31. Mai), natürlich nicht fehlen ...

Mit Bildmaterial von Privat.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Christian Nimmervoll