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Gasly-Crash bringt Red Bull in Bedrängnis: "Uns gehen die Teile aus"

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Gasly-Crash bringt Red Bull in Bedrängnis: "Uns gehen die Teile aus"
Autor:
Co-Autor: Erwin Jaeggi
26.07.2019, 16:38

Pierre Gasly sammelt mit seinem Unfall weiterhin keine Pluspunkte, während Max Verstappen meint, dass der Freitag nicht die Realität widerspiegelt

Ein Unfall im Freien Training von Hockenheim war sicherlich das Letzte, was Pierre Gasly in seiner Situation gebrauchen konnte. Der Franzose flog gut 15 Minuten vor Ende der zweiten Session in der Zielkurve ab und beschädigte seinen Red Bull nachhaltig Formel 1 2019 live im Ticker. "Er hat einfach das Auto verloren", sagt Motorsport-Konsulent Helmut Marko, dessen Meinung zu Gasly nicht gestiegen sein dürfte.

Gasly hatte das Heck mitten in der Kurve verloren und war beim Korrekturversuch von der Strecke abgekommen und in die Streckenbegrenzung geknallt. Ihm selbst ist bei dem Vorfall zumindest körperlich nichts passiert, doch seinem zuletzt gestiegenen Selbstvertrauen dürfte das nicht gerade geholfen haben. Kommt jetzt wieder der Knick, wie nach dem Crash im Winter? "Ich hoffe nicht", so Marko.

Vom Franzosen selbst gibt es nach der Session keine Aussagen, weil er alle seine Medientermine absagte. Auch Marko bleibt beim Thema Gasly recht schmallippig und meint nur: "Erst einmal geht es uns darum, das Auto zu reparieren. Allmählich gehen uns die Teile aus. Das ist ein Problem."

Bei seinem Unfall wurden zumindest weder der Rennmotor noch das Renngetriebe verwendet, weswegen dem Franzosen keine Strafe erwartet. "Aber noch wichtiger: Es tut mir für die Jungs in der Garage sehr leid", wird Gasly in der offiziellen Presseaussendung zitiert. "Ich möchte mich bei ihnen entschuldigen, da die Reparaturen für eine lange Nacht sorgen werden."

Motorprobleme verhindern schnellste Runde

Doch auch ansonsten blieb Red Bull sportlich hinter den Erwartungen: Gasly wäre auch ohne seinen Unfall nur auf Platz 15 gelandet, weil er keinen Run auf Soft-Reifen machen konnte, Teamkollege Max Verstappen musste den anderen Spitzenteams den Vortritt lassen und wurde mit fast sieben Zehntelsekunden Rückstand Fünfter. "Ich denke, dass wir noch nicht schnell genug sind, um mit Ferrari und Mercedes zu kämpfen", sagt er, "aber wir sind auch nicht allzu weit entfernt."

 

Verstappen betont, dass er noch nicht die richtige Balance gefunden habe, zudem sei sein schnellster Run auf Soft-Reifen nicht gänzlich repräsentativ gewesen: "Wir mussten die schnellste Runde abbrechen, um ein paar Dinge am Motor zu ändern. Wir sind wieder rausgefahren, aber da war der beste Grip schon weg", so Verstappen. "Wir sind also näher dran, als es aussieht."

Der Motor hatte kurz zuvor wieder einmal ein wenig gezickt: Verstappen meldete seiner Box Leistungsverlust an - nicht zum ersten Mal in dieser Saison. "Das war etwas, das wir für die FIA ändern mussten, aber es hat nicht funktioniert", erklärt er. "Darum kamen wir wieder rein und sind zurück auf unser normales Setting gegangen."

Ergebnis nicht das wahre Potenzial?

Damit lief es dann wieder einigermaßen, auch wenn der Rückstand auf die Konkurrenz noch da war. Vor allem im zweiten Sektor schien Red Bull eine Menge zu verlieren. "Ich schaue aber nicht nur auf Sektor zwei", winkt Verstappen ab. "Wir fahren mit einem anderen Abtriebslevel als die anderen, von daher kann man nicht sagen, dass uns dort eine halbe Sekunde fehlt."

Der Niederländer weiß auch, dass die Karten für den Rest des Wochenendes neu gemischt werden. Denn während es am Freitag bei 38 Grad brütend heiß war, sollten am Samstag und Sonntag kühlere Bedingungen und eventuell sogar Regen folgen. "Im Moment ist es schwierig zu sagen, was sich verändern wird", sagt er.

 

"Aber selbst wenn es heute komplett anders als am Samstag und Sonntag sein sollte, ist es immer gut zu verstehen, was beim Auto fehlt. Denn daran kann man arbeiten, selbst wenn es morgen anders sein sollte", so Verstappen.

Dass man heute nicht so nah an der Konkurrenz war, bereitet Red Bull auf jeden Fall keine Sorgen: "Wir werden sehen, wie es morgen sein wird", sagt Marko. "Das Resultat zeigt nicht unser wahres Potenzial."

Weitere Co-Autoren: Ronald Vording. Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Norman Fischer