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Gegen jede Anweisung: Haas-Piloten fahren sich erneut von der Strecke

Kevin Magnussen und Romain Grosjean kommen sich zum wiederholten Male zu nahe - Nach einer Berührung verliert das Haas-Team wieder wichtige Punkte

Gegen jede Anweisung: Haas-Piloten fahren sich erneut von der Strecke

"Eindeutig und von beiden verstanden" - so erklärte Günther Steiner noch am Samstag vor dem Großen Preis von Spanien 2019 die teaminternen Spielregeln im Haas-Team. Was auch immer seine Definition von "clear and understood" sein mag - die Mehrheit der Zuschauer dürfte sich dem nach den Ereignissen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya nicht anschließen.

Statt nämlich, wie von beiden Fahrern und der Teamführung erhofft, ein "langweiliges Rennen auf den Positionen sieben und acht" nach Hause zu fahren, legten sich beide Piloten wieder einmal gegenseitig miteinander an. Und das, obwohl Steiner am Samstag erklärt: "Sie dürfen jeden anderen bekämpfen, aber nicht sich selbst."

Dreimal durch den Notausgang

"Hat ja gut geklappt", wird sich der Zyniker denken. Direkt beim Restart nach der Safety-Car-Phase greift Kevin Magnussen nämlich seinen vor ihm liegenden Teamkollegen an und schickt diesen dabei von der Strecke.

Das will Grosjean nicht auf sich sitzen lassen und greift eine Runde später Magnussen an, um sich den Platz zurückzuholen. Der Angriff über die Außenbahn schlägt fehl und der Doppelstaatsbürger muss erneut den Notausgang nehmen.

Und weil aller guten Dinge drei sind, nimmt Grosjean dieselbe, mittlerweile gut einstudierte Route in der Runde darauf erneut in Anspruch, als ihn Carlos Sainz angreift. Sein Haas VF-19 wurde bei diesen drei Aktionen so stark beschädigt, dass er noch bis auf Rang zehn zurückfiel.

 

Plätze sieben und zehn, wo es eigentlich die Positionen sieben und acht hätten sein müssen. Damit kann Haas nicht zufrieden sein. Auch wenn alle Betroffenen entweder versuchen, die Ereignisse herunterzuspielen oder gänzlich auszuweichen.

Teamchef spielt Situation herunter

"Wir haben uns alle in die Augen gesehen und uns darauf geeinigt, dass wir über die Sache hinweg sind. Die Sache ist geklärt, das ist eine gute Sache. Jetzt können wir so weitermachen wie zuvor", sagt Teamchef Günther Steiner.

Wie schwierig das Briefing nach dem Rennen gewesen sei? "Gar nicht schwierig", so die einfache Antwort des Südtirolers. "Ich habe ihnen gesagt, dass ich nicht bis in die Nacht mit ihnen zusammensitzen werde, um Videos zu studieren und der Frage nachzugehen, wer Schuld hat. Wir müssen daraus lernen und nach vorne schauen."

"Wir sind diesmal aus der Nummer relativ glimpflich rausgekommen, auch wenn es uns Punkte gekostet hat. Aber letztlich sind wir mit beiden Autos in den Punkten angekommen, was gut ist." Nur halt nicht so weit vorne, wie es eigentlich hätte sein müssen.

Es ist genau das geschehen, was eigentlich spätestens seit Silverstone 2018 nicht mehr hätte passieren sollen. "Ja, wir haben damals geredet, aber sie sind beide Rennfahrer. Ich denke, das hat schlimmer ausgesehen, als es wirklich war." Nur um kurz darauf zu bestätigen: "Ja, er (Grosjean) hatte eine Beschädigung am Unterboden, aber ich kann nicht sagen, wie viel sie gekostet hat."

Fahrer äußern sich kaum

Nach der zweiten Berührung machte er über die beiden Renningenieure Funk unmissverständlich klar: "Aufhören!" Aber da war es ohnehin schon zu spät, denn Grosjean war dabei, mehrere Plätze zu verlieren. "Ich wollte nicht, dass das eskaliert", begründet Steiner die schroffe Anweisung.

Scherzhaft fügt er noch hinzu: "Es hat uns letztlich Punkte gekostet, aber es ist immer gut, wenn beide Fahrer um Punkteränge kämpfen. Ich denke, damit haben wir dieses öde Rennen ein bisschen nachgewürzt. Wir sollten ein paar Premiumpunkte dafür erhalten, die Zuschauer bei Laune gehalten zu haben."

Die Fahrer äußerten sich nur sehr begrenzt über die Sache und stellten lieber die Tatsache in den Vordergrund, dass das Auto endlich gut mit den Reifen harmoniert habe. "Eine Berührung mit dem Teamkollegen ist natürlich nicht das, was man will, aber das war von uns beiden keine Absicht", sagt Magnussen.

Und Grosjean weicht allen Fragen völlig aus. "Ein bisschen", antwortet er auf die Frage, wie heftig der Kampf mit seinem Teamkollegen ausfiel. "Ich habe da keinen Spaß dran gehabt. Aber es ist, wie es ist. Und es war ein gutes Wochenende, weil wir eine gute Pace hatten."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Heiko Stritzke