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George Russell gibt zu: Ein bisschen neidisch auf Alexander Albon & Co.

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George Russell gibt zu: Ein bisschen neidisch auf Alexander Albon & Co.
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22.04.2020, 12:05

Williams-Fahrer George Russell gesteht: Der Erfolg der ehemaligen direkten Konkurrenten in der Formel 1 ist manchmal schwer zu verdauen

Stell dir vor, du hast 2018 deutlich die Formel 2 gewonnen, fährst aber in der Formel 1 nur hinterher. Und: Deine ehemaligen Titelrivalen aus der Nachwuchsserie fahren dir jetzt davon. Dann weißt du, wie es sich für Williams-Fahrer George Russell anfühlen muss, wenn er erfährt, was Alexander Albon und Lando Norris bei Red Bull beziehungsweise McLaren erreichen.

"Manchmal", so sagt Russell dem 'Evening Standard', "ist es schon schwierig zu sehen, dass du ganz hinten stehst, aber Leute, mit denen du in der Formel 2 auf Augenhöhe warst, an der Spitze unterwegs sind."

Doch das gehöre auch dazu im Motorsport, meint Russell. "Ich weiß, wie es läuft: Es geht rauf und runter. Und ich kann warten, weil ich auf eine 15- bis 20-jährige Karriere in der Formel 1 hoffe."

Russells Fahrplan zum WM-Titel

Gerade, weil er langfristig plant, glaubt Russell, sich eine ausgiebige Lernphase im Hinterfeld der Formel 1 leisten zu können. Begründung: "Was auch immer jetzt passiert, es wird nicht maßgebend sein für mich, Lando oder Alex. Wir kriegen unsere Chance schon noch."

Und dann will Russell hoch hinaus und "Weltmeister werden", wie er sagt. Vorerst aber gebe er sich mit seinem Platz bei Traditionsteam Williams zufrieden. Er stehe "sehr loyal" zum Rennstall von Frank Williams, sagt er, auch wenn Podestplätze in dieser Konstellation praktisch ausgeschlossen sind.

"Sie haben mir die Gelegenheit gegeben, in der Formel 1 zu fahren. Das werde ich nie vergessen", sagt Russell. "Allerdings habe ich auch eine Verbindung zu Mercedes, dem derzeit dominanten Team. Zu Mercedes würde niemand nein sagen, auch nicht Max [Verstappen] oder Charles [Leclerc]. So sehr will jedermann gerne in einem Mercedes sitzen."

Das gilt auch für Russell selbst. Er setzt mittelfristig darauf, dass sein Talent mit einem Topcockpit belohnt wird: "Ich hoffe, auch meine Chance kommt noch."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Stefan Ehlen