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Geschäftsbericht zeigt: Formel 1 ist für Mercedes ein Schnäppchen

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Geschäftsbericht zeigt: Formel 1 ist für Mercedes ein Schnäppchen
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13.10.2018, 05:00

Enormer Werbewert und kaum Investment durch den Daimler-Konzern: Wieso das Formel-1-Projekt 2017 rund 353 Millionen Euro kostete, sich aber noch immer lohnte

Das Mercedes-Team hat in der Saison 2017 deutlich mehr Geld für sein Formel-1-Projekt ausgegeben als im Jahr zuvor. Wie der Geschäftsbericht der in Großbritannien eingetragenen Limited, zu der der Rennstall gehört, zeigt, stiegen die Kosten auf 352,5 Millionen Euro – um rund 17 Prozent im Vergleich zu 2016. Grund dafür war offenbar die Entwicklung eines runderneuerten Autos, um den Anforderungen der großen Aerodynamik-Regelnovelle in jenem Winter gerecht zu werden.

Den Daimler-Konzern kosteten die zwei WM-Titel, die Mercedes 2017 gewann, jedoch nur rund 69 Millionen Euro – beinahe ein Schnäppchen. Denn das meiste Geld kam nicht aus Stuttgart, sondern aus den allgemeinen Preisgeldtöpfen der Formel 1, von Sponsoren und aus dem Werbewert, den die Teilnahme an der Formel 1 generiert. Die Einnahmen betrugen geschätzte 384 Millionen Euro (ein Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Das Investment hat sich also mehr als gerechnet.

In seinem Geschäftsbericht spricht Mercedes von 103 Millionen Euro an Marketing-Gegenwert für die Marke mit dem Stern – genug, um die finanzielle Beteiligung am Formel-1-Team in den Jahren 2016 und 2017 zusammen zu decken. Man ist überzeugt, dass das Engagement in der Königsklasse begonnen hätte, sich zu rechnen. Die Einnahmen seien seit 2012 um satte 194 Prozent gestiegen.

Nach Steuern blieb ein Gewinn von 15,1 Millionen Euro hängen – wohl bemerkt, dass offiziell auch noch 22,7 Millionen Euro für die Bereitstellung der V6-Hybridmotoren an Daimler zurückflossen. Mercedes erhöhte im Jahr 2017 seine Belegschaft in Brackley von 849 auf 912 Mitarbeiter.

Auch seine Sponsoren will das Team rund um Sportchef Toto Wolff fürstlich bedient haben: Wie vorgerechnet wird, hätte Mercedes 24,7 Prozent der Formel-1-Berichterstattung im Fernsehen geziert und seinen Sponsoren damit einen Werbewert in Höhe von 3,9 Milliarden Euro geboten.

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Autor Dominik Sharaf