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"Gescheiterte Karriere": Es brodelt wieder zwischen Hamilton und Rosberg

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"Gescheiterte Karriere": Es brodelt wieder zwischen Hamilton und Rosberg
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
08.08.2019, 13:52

Lewis Hamilton betont, dass ihn die Kritik von Nico Rosberg nicht interessiere - In den sozialen Medien stichelt er trotzdem gegen seinen Ex-Teamkollegen zurück

Wer dachte, dass Lewis Hamilton und Nico Rosberg ihre Differenzen nach dem Rücktritt des Deutschen Ende 2016 beiseitelegen würden, der hat sich wohl getäuscht. Im Sommer 2019 knistert es wieder zwischen den beiden ehemaligen Teamkollegen - dieses Mal allerdings nicht auf der Strecke sondern im Internet. Auslöser waren Aussagen von Nico Rosberg in seinem Vlog am Ungarn-Wochenende.

"Lewis ist sicher schon ein bisschen auf dem absteigenden Ast, was seine natürlichen Fähigkeiten betrifft", sagt Rosberg in seinem Video und erklärt: "Ich glaube, wir sehen das in diesem Jahr schon an seinen Qualifying-Ergebnissen. Da ist Bottas mindestens so gut wie er, wenn nicht sogar im Durchschnitt ganz leicht besser." Im Qualifyingduell der Mercedes-Piloten hat Hamilton die Nase mit 7:5 ganz knapp vorne.

Auch zuletzt in Ungarn war Bottas am Samstag etwas schneller. "Das hängt vielleicht damit zusammen, dass die körperlichen Fähigkeiten ganz langsam anfangen abzubauen", vermutet Rosberg und erklärt: "Ich weiß nicht, was da los ist. Im Qualifying scheint Lewis ein wenig Performance zu verlieren." Immerhin im Hinblick auf die Rennpace findet Rosberg aber auch positive Worte für seinen Ex-Teamkollegen.

Rosberg: Verstappen besser als Hamilton

"Im Rennen ist er immer noch absolut phänomenal. Da schlägt er Bottas noch klar", sagt Rosberg und erklärt: "Lewis hat einfach unglaublich viel Erfahrung, was ihn immer noch zu einer unglaublichen Waffe macht." Der beste Pilot im aktuellen Feld sei der Brite aber nicht. "Für mich ist Max Verstappen der derzeit beste Fahrer. Auch besser als Lewis Hamilton. Ich finde, er ist gerade an ihm vorbeigezogen", so Rosberg.

Mit diesen Aussagen wurde Hamilton in Ungarn konfrontiert. "Ich habe den Vlog nicht gesehen. Keine Ahnung, wer sich das anschaut", winkt er ab und erklärt: "Auf mein Leben hat das keinen Einfluss. Mir ist egal, ob er recht hat oder nicht. Ich glaube, meine Ergebnisse sprechen für sich. Es gibt immer wieder Leute, die nicht so erfolgreich waren wie ich und mich kleinreden wollen. Aber das ist okay."

"Wenn du so etwas über wen anderen sagst, geht es meistens nicht um den anderen, sondern um dich selbst", kontert er die Vorwürfe. "Ich bin 34. Aber ich habe das Gefühl, dass ich besser fahre als je zuvor", stellt er klar und erklärt: "Nicht jedes Qualifying kann toll laufen. Da musst du drüberstehen. Und auch nicht alle Rennen laufen toll. Das letzte [in Hockenheim] war beschissen."

Hamilton kontert via Instagram

"Aber wisst ihr was? Ich lasse das hinter mir. Du kannst die Vergangenheit sowieso nicht ändern. Aber du kannst die Zukunft formen", sagt Hamilton und erklärt: "Letztendlich willst du stolz auf dich selbst sein, und heute bin ich sehr stolz darauf, wie ich [in Ungarn] gefahren bin. Das ist genau die Art und Weise, wie ich immer fahren will. Und als Team haben wir auch geliefert."

 

"Hoffentlich hat man heute gesehen, dass ich keinen Speed verloren habe", so Hamilton nach seinem Sieg in Budapest. In der Woche nach Ungarn legte Hamilton auf Instagram dann noch einmal nach. Dort schreibt er: "Es wird immer Leute geben, die versuchen werden, den Namen von denen zu beschädigen, die erfolgreich sind, um ihre gescheiterte Karriere am Leben zu halten."

Er nennt zwar keinen Namen, doch nach den jüngsten Vorfällen ist ziemlich eindeutig, an wen sich seine Worte richten. "Diese Leute sind wirklich traurig und verloren, und sie können einem nur leidtun. Aber man sollte sich daran nicht stören. Ich habe mich entschieden, dass es mir egal ist", schreibt Hamilton weiter. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob damit wirklich das letzte Wort gesprochen ist ...

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann