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Haas: Beinahe hätte Günther Steiner einen Fahrer rausgeschmissen

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Haas: Beinahe hätte Günther Steiner einen Fahrer rausgeschmissen
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
29.12.2019, 08:42

Weil sie sich mehrfach gegenseitig ins Auto fuhren, wollte Haas-Teamchef Günther Steiner die Notbremse ziehen und einen seiner beiden Fahrer rausschmeißen

Haas-Teamchef Günther Steiner gibt zu, dass er zwischenzeitlich darüber nachgedacht hat, einen Fahrer aus seinem Team zu feuern. Hintergrund waren die zahlreichen Kollisionen zwischen seinen beiden Piloten Romain Grosjean und Kevin Magnussen. Mehrfach waren sich die beiden gegenseitig ins Auto gefahren - etwa in Spanien, Großbritannien oder Deutschland.

Vor allem nach dem Rennen in Silverstone schien die Situation für die Fahrer brenzlig zu sein. "Nach Silverstone war ich an einem Punkt, an dem ich nicht mehr gedacht habe, dass es funktioniert", gibt Steiner zu. "Wir hatten Probleme mit dem Auto - und dann auch noch mit den Fahrern. Wie kann es denn gut für das Team sein, wenn ich die Fahrer nicht kontrollieren kann?"

Im Rennen hatten sich beide Fahrer schon in der ersten Runde berührt und waren anschließend mit Folgeschäden ausgeschieden. Das brachte den Südtiroler auf die Palme: "Ich setze sie unter Druck, dass sie funktionieren, dass sie alles gut machen, und dann fahren sie in Kurve 5 ineinander", so Steiner. "Irgendwann dachte ich, dass es nicht mehr managebar ist."

Der Teamchef hatte nicht mehr das Gefühl, dass die Fahrer noch an das Team denken würden. Er dachte, sie würden nur ihr eigenes gutes Ergebnis im Kopf haben und den Mannschaftsgedanken vergessen. "Das haben sie über Bord geworfen. Aber war das vielleicht, weil sie unter zu großem Druck standen? Das werde ich wohl nie herausfinden."

 

Letzten Endes durften Magnussen und Grosjean die Saison trotz aller Vorkommnisse zu Ende fahren. Mehr noch: Obwohl zwischenzeitlich Gerüchte um Nico Hülkenberg aufkamen, behält Haas auch 2020 seine aktuelle Fahrerpaarung bei.

Für Magnussen wurde die Situation damals aber vor allem von den Medien aufgeblasen. "Das war nervig", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Denn zwischen ihm und Grosjean habe es eigentlich nie Probleme gegeben. "Wir haben uns auch in der Woche nach Silverstone angerufen. Es gab absolut kein böses Blut."

Wie schnell ein solcher Vorfall passieren kann, habe man mit Sebastian Vettel und Charles Leclerc in Brasilien gesehen. "Da braucht es nicht viel", sagt Magnussen.

"Aber natürlich denkt das Team, dass wir sie im Stich lassen. Aber das war nie die Absicht", betont er weiter. Er ist aber überzeugt, dass diese Schwierigkeiten das Team noch enger zusammengeschweißt haben. Und auch mit Teamchef Steiner gibt es für ihn kein Problem: "Das Gute bei Günther ist: Du bekommst immer das, was du siehst."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Norman Fischer