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Haas: Entscheidung zwischen Hülkenberg und Grosjean noch nicht gefallen

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Haas: Entscheidung zwischen Hülkenberg und Grosjean noch nicht gefallen
Autor:
Co-Autor: André Wiegold
06.09.2019, 09:06

Laut Haas-Teamchef Günther Steiner gibt es noch keine Entscheidung zwischen Nico Hülkenberg und Romain Grosjean für die Formel-1-Saison 2020

Haas steht vor der Formel-1-Saison 2020 vor der Qual der Wahl. Die Amerikaner könnten weiterhin auf Romain Grosjean setzen und den Vertrag des Franzosen verlängern. Jedoch steht mit Nico Hülkenberg ein erfahrener Formel-1-Fahrer zur Verfügung, da Renault Esteban Ocon verpflichtet hat. Laut Teamchef Günther Steiner wurde noch keine Entscheidung gefällt.

Sicher ist, dass Kevin Magnussen auch im kommenden Jahr für Haas starten wird. Steiner lässt verlauten, eine Entscheidung noch Ende des Monats treffen zu wollen. "Wenn es eine einfache Entscheidung wäre, hätten wir sie sofort getroffen", so Steiner. "Wir sind uns nicht sicher, was das Beste ist." Auch Teambesitzer Gene Haas hat noch keine Präferenz, wenn es um den Fahrerkader geht.

"Er [Haas] kann mir immer sagen, was ich tun soll, denn er hat Privilegien, weil er das Team finanziert", so Steiner weiter. "Er legt aber Wert auf meine Meinung und deshalb diskutieren wir, was die beste Entscheidung für das Team ist." Mit der aktuellen Leistung ist Haas zufrieden, jedoch ist das Team aus den USA hungrig nach mehr, weshalb sich der Rennstall Zeit lassen will, das Richtige zu tun.

Haas sieht das große Ganze

"Wie groß ist das Risiko, das wir eingehen wollen, um uns zu verbessern, und bewegen wir uns in die richtige Richtung?", fragt sich Steiner. "Wir bewegen uns mal vorwärts, mal zurück, aber wir müssen irgendwann eine Einigung erzielen." Bis zum Saisonende gibt Steiner Grosjean aber eine Garantie, weiter für Haas zu fahren.

Der Rennstall will den Franzosen nicht Rennen für Rennen bewerten, da das Team den Fahrer sehr gut kenne, so der Teamchef weiter. Jedoch sei die Kaderplanung 2020 eine "größere Entscheidung", die für die Zukunft des Teams wichtig sei. Er sagt: "Wenn er ein schlechtes Wochenende hat, heißt das nicht, dass das nächste nicht fantastisch sein kann."

Die große Frage ist, ob Haas weiter auf Kostanz setzt oder etwas Neues ausprobieren will. Weil diese Wahl große Tragweite hat, wolle sich das Team Zeit nehmen und jedes kleine Detail beleuchten. Da sowohl Grosjean als auch Hülkenberg von der Konkurrenz voraussichtlich nicht schnell weggeschnappt werden, kann Haas seine Entscheidung weiter verschieben.

Grosjean bewertet seine Leistung

Grosjean liegt nach 13 Rennen in der Saison 2019 auf Gesamtplatz 17. Der Franzose kam nur dreimal in die Punkte und musste sechs Ausfälle hinnehmen. Er sammelte bisher acht Punkte, während sein Teamkollege Magnussen mit 18 Zählern auf Platz 16 liegt. Grosjean macht auch das Auto für die magere Punkteausbeute verantwortlich.

Nico Hülkenberg, Romain Grosjean, Pierre Gasly

Grosjean hofft auf einen Verbleib bei Haas in der Formel-1-Saison 2019

Foto: LAT

"Das ist die Formel 1 und wenn du nicht das richtige Auto hast, fährst du keine guten Ergebnisse ein", sagt er. "Wir geben unser Bestes! Ich bin mit dem Wochenende in Spa und meiner Saison allgemein recht zufrieden. Natürlich gibt es immer Dinge, die man besser machen kann."

Seine Chancen, bei Haas zu bleiben, scheint der Franzose als sehr gut zu bewerten. Er spricht von "genauem" und "gutem" Feedback, das er dem Rennstall geben würde. Außerdem habe er viel Spaß an seiner Arbeit bei Haas. "Selbst wenn ich meine beste Leistung als Fahrer abliefere, bleibe ich hinten, wenn das Auto nicht besser ist", so das nüchterne Fazit des Franzosen.

Zum Duell mit Hülkenberg sagt Grosjean gegenüber 'Motorsport.com': "Als wir das letzte Mal Teamkollegen waren, habe ich ihn geschlagen, aber das war vor zwölf Jahren. Da Esteban in die Formel 1 zurückkehrt, wird ein Fahrer in der kommenden Saison auf der Strecke bleiben. Der Markt ist noch nicht vollkommen zum Stillstand gekommen und ich gebe mein Bestes."

Grosjean setzt beim Fernduell gegen Hülkenberg auf seine vielen Jahre in der Formel 1: "Meine Erfahrung und mein gutes Feedback über die Autos sprechen für mich. Natürlich habe ich auch Schwächen, versteht mich da nicht falsch. Ich werde einfach weitermachen und sehen, wo ich am Ende stehe."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Adam Cooper