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Haas-Heck verrät: Neues Auspuffkonzept bei Ferrari?

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Haas-Heck verrät: Neues Auspuffkonzept bei Ferrari?
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble, Matt Somerfield
08.02.2019, 15:03

Was das Haas-Heck über das Auspuffkonzept von Ferrari für die Saison 2019 verrät und wann die vertikalen Wastegate-Rohre bei der Scuderia erstmals auftauchten

Auch wenn der neue Haas-Bolide trotz der Reglementänderungen kein komplett neues Design aufweist, erkennt man ein paar technische Neuerungen: Diesbezüglich ist vor allem die Heckpartie interessant, denn sie lässt erahnen, dass die zwei Wastegate-Rohre über dem Haupt-Auspuffrohr anstatt links und rechts davon aus der Verkleidung austreten.

Ein Detail, das auf ein neues Auspuffkonzept beim Ferrari-Motor hindeutet, das aller Voraussicht nach auch beim Werksteam zum Einsatz kommen wird, denn die Scuderia nutzt die gleiche Antriebseinheit wie das Kundenteam Haas. Und das bei besonders aufmerksamen Technikfreaks Erinnerungen an das Freie Training in Hockenheim weckt, als Sebastian Vettel mit zwei Wastegate-Rohren ausrückte, während bei Kimi Räikkönen die gewohnte Version zu sehen war.

Doch was steckt hinter der neuen Lösung, die man am Deutschland-Wochenende erstmals ausprobierte? Darüber rätseln nun die Experten. Damals deutete einiges darauf hin, dass das Konzept mit dem neuen, beim Hauptblatt anders geformten Heckflügel zu tun hatte. Die Theorie: Durch die Abgase verschafft sich Ferrari einen aerodynamischen Vorteil. Da das Konzept aber danach nie mehr zum Einsatz kam, schien das Vorhaben aber zumindest nicht von Erfolg gekrönt gewesen zu sein.

Haas

Im Heck sieht man die zwei übereinander angeordneten Wastegate-Rohre

Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass es gar keinen Zusammenhang gab und man das Auspuff-Konzept ausschließlich ausprobieren wollte. Und dass die vertikale Anordnung der Wastegate-Rohre den Ferrari-Designer beim neuen Auto Vorteile beim Einbau und somit eine noch schlankere Heckpartie ermöglicht, was wiederum weniger Luftwiderstand bedeutet.

Die vertikale Anordnung wird dadurch ermöglicht, dass der Ferrari-Heckflügel auf zwei Stelzen fixiert ist - ein Konzept, auf das die Ferrari-Kunden Haas und Sauber wie die Scuderia schon im Vorjahr gesetzt haben. Es wäre also eine Überraschung, wenn dieses Jahr nicht alle Teams mit Ferrari-Motoren auf die bei Haas enthüllte Lösung setzen.

Interessanter ist die Frage, ob auch die Ferrari-Rivalen Mercedes, Renault und Honda den Trick adaptiert haben. Vor allem die Franzosen erwiesen sich schon im Vorjahr in diesem Bereich als sehr innovativ, als man die Wastegate-Rohre horizontal unter dem Hauptrohr anbrachte, um den Heckflügel anzublasen. Die Mannschaft von Cyril Abiteboul wurde aber von der FIA zurückgepfiffen und musste auf eine konventionelle Anordnung zurückrüsten.

Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.

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Autor Sven Haidinger